Die Suche nach dem heiligen Pluto. In Herne. [VIDEO]

23. Juli 2015

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, schon seit Wochen habe ich ein neues heimatPOTTential-Video im Kasten, aber mein Anfänger-Perfektionismus-Gen hat die ganze Zeit gesacht: "Neneneee, SO geht das nicht!" - und mit "so" meine ich die Tatsache, dass ich das Video diesmal nicht mit dem ipad, sondern mit dem Handy gedreht habe. Und weil ich dabei gegessen und Schmierfinger hatte, hab ich mir teilweise die Linse verschmiert, ohne es zu merken. Und weil ich zu doof war, das richtige Verlängerungskabel für mein Mikrophon zu kaufen, ist der Ton teilweise auch irgendwie beschmiert. Tja. Suboptimal das alles. Aber: Ich hab gelernt, dass ich während des Filmens nicht mehr esse, dass ich nur noch mit dem richtigen Kabel arbeite und dass ich lieber middm ipad als mit dem Handy filme. Mit anderen Worten: Das ist mein drittes Video, ich bin jetzt etwas schlauer als vorher, perfekt kann meine Filmerei ja ruhig später noch werden und "für lustig" ist immer noch wichtiger als "für schön". Also hau ich es heute einfach raus.


Serpil und ich haben nämlich die Halde Pluto besucht...oder eher gesucht. Und diese Angelegenheit erinnert ein wenig an die Suche nach dem heiligen Gral...oder so.

Zwei Birnis on the Road in Herne...mit Schmierfingern, keiner Ahnung von nix und guter Laune. Bidde schön...

ACHTUNG: KLICKT IM VIDEO AUF DAS RÄDCHEN UNTEN RECHTS AUF HD! DANN IS SCHÖNER BZW. DIE QUALITÄT BESSER! SCHADET JA NICH...



Habt Ihr eigentlich irgendwelche Ideen wo ich unbedingt mal auf Video-Trallafitti gehen sollte?! Mir fällt ja "ALLES" ein. Aber "ALLES" ist zu viel. Deshalb könnte ich ein paar konkrete Vorschläge gebrauchen. Was gehört inspiziert? Wem oder was soll ich mit der Kamera auf die Pelle rücken? Wo soll das nächste pottsche "Bildungs-TV" (haha) stattfinden? Schickt mich irgendwo hin, ladet mich ein, zieht mit mir zusammen los oder verdonnert jemanden zum Interview mit mir! Ich bin zu (fast) allen Pott-Schandtaten bereit...beim nächsten Mal ess ich dabei auch nix.

Merke I: Danke, liebe Serpil, fürs Mitmachen, gemeinsam keine Ahnung haben,
fürs Konfetti, das viele Lachen und einen schön-bekloppten Abend!

Merke II: Die gute Serpil kann man übrigens als Fotografin buchen: KLICK!
Eine liebere Kameratante kann man sich echt nicht wünschen!

schrebergartenPOTTential und ein Rezept

21. Juli 2015

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, ich habe einen neuen Fetisch! Einen Schrebergarten-Fetisch! Und wer ist daran schuld?! Der Tobi. Der ist nämlich ein verifizierter Oberhausener Superschrebergartenbesitzer und hat mich einfach eingeladen.


Und so kam es, dass ich mich letztens plötzlich inmitten eines Kleingartenvereins wiederfand...mit Spaß inne Backen von hier bis zum Nordpol. Nun habe ich seit meiner Grundschulzeit in keinem Schrebergarten mehr verweilt. Damals hab ich mit meiner Freundin Katlen manchmal Kleingartenvereinszeit im Bottroper Schrebergärtchen ihrer Eltern verbracht. Ich erinnere mich noch genau daran, dass wir dort die tollsten Liebeslieder von Marius Müller Westernhagen gehört und mitgesungen haben. (Und erst Jahre später wurde mir bewusst, dass ich damals nicht die leiseste Ahnung hatte, was diese ganzen Liedzeilen eigentlich bedeuten.)



Jeeeedenfalls habe ich nun festgestellt, dass in mir ein lautes Schrebergartenherz schlägt. Zwar habe ich von Gärtnerei ungefähr so viel Ahnung wie vom Backen (also ca. 0), aber Natur finde ich trotzdem toll. Blümchen hier, Obstbäume da...nur die Wespen finde ich doof. Aber dafür hab ich voll Spaß an allem anderen Getier: Mal kommt ne Katze vorbei, dann quakt ein Frosch ein schrilles Klagelied, weil Tobi den Teich durch eine Feuerstelle ersetzt hat, Mäuse rasen durch die Beete, Junikäfer machen auf Sturzflugakrobatik und in der Abenddämmerung kommen die Fledermäuse raus und schwirren einem um den Kopf (...und ich dann natürlich immer so: "BATMAAAAN!").


Tobi hat den Schrebergarten von einem alten Öppaken übernommen, das auf seine alten Tage die ganze Arbeit nicht mehr wuppen konnte. Und weil Tobi die Vorstellung so schön fand, einen Ort zu haben, an dem man mit Freunden am Feuer sitzen und Backgammon spielen kann, hat er sich die paar grünen Quadratmeter unter den Nagel gerissen und ist jetzt selbst total gespannt was da so alles vor sich hin wächst. Zwar tut er immer so, als ob er keine Ahnung von dem hätte, was er da genau tut, aber ICH finde, dass er das voll toll macht. Und ich bin heute schon gespannt wie Bolle auf die Rote Beete, die Möhren, die Tomaten, die Weintrauben und alles Andere, was da jetzt schon ganz langsam vor sich hinpimmelt.


Lange Einleitungsrede, kurzer Sinn: Da stehen Obstbäume. Und diese Obstbäume gehen voll ab! Und mich als olles Stadtkind kann man ja mit nem Kirschbaum echt schwer aus der Fassung bringen. Und mit Apfelbäumen auch. Und überhaupt!


In meiner Begeisterung renne ich natürlich die ganze Zeit von rechts nach links und mache Fotos. Und manche poste ich dann auf Instagram. Und wenn man keine Ahnung von nix hat, findet sich auf Instagram immer jemand, der - zum Glück - viel schlauer ist. Und deshalb wissen wir jetzt, dass es sich bei den Apfelbäumen um eine ganz besondere Apfelsorte handelt: nämlich um sogenannte Klaräpfel.


Und diese Klaräpfel sind wohl ne ganz besondere und sehr alte Apfelsorte. Mit dem Wissen fanden wir die Schreberäpfel natürlich direkt NOCH toller. Aber der instagrammsche Volksmund sagt, dass man Klaräpfel am besten einfach so genießt, anstatt sie irgendwie zu verarbeiten. Einfach weil sie so lecker sind...zumindest im frisch gepflückten Zustand. Also haben wir uns am Wochenende dann nur den Kirschbaum zwecks Ernte und Weiterverarbeitung vorgenommen.


Nach einem Rezept von Zucker, Zimt und Liebe haben wir eine Kirsch-Galette fabriziert. Na gut, "wir" stimmt nur so mittel. Ich hab bloß die Kirschen entkernt und Tobi hat gebacken. Andernfalls hätte der Backteufel, der mir ja leider viel zu hold ist, am Ende noch alles versaut. Tolle Fotos von der Galette gibbet nicht, weil sie erst um 22:15h ausm Ofen kam, aber trotzdem möchte ich Euch an dieser Stelle Jeannys Rezept auuuusdrücklich ans geneigte Kirschherz legen!

Aber ich hab noch ein heimatPOTTential-Rezept für Euch! Wenn man sich wie ich schrebergartentechnisch so undezent aufdrängt, muss man natürlich auch was Anständiges zu Futtern mitbringen. Also habe ich einen Salat erfunden, der eeeeeecht bomenblecker ist. Und deshalb bekommt Ihr den jetzt von mir kredenzt!


Fruchtiger Lachssalat?! Klingt komisch?! Is SUPER! Also aufgepasst! Ihr braucht:


Und so gehts: Tortellini kochen und kalt abschrecken. Radieschen in Scheibchen schnibbeln, Parmesan in breite Streifen hobeln, Apfel in kleine und den Lachs in größere Stückchen schneiden und den ganzen Krempel miteinander vermengen.

Für das Dressing mischt Ihr Naturjoghut mit reichlich Meerrettich-Frischkäse und gebt etwas Olivenöl, einen diiiicken Tropfen Honig und 1-2 Spritzer Zitrone bei. Dann wird nach Gusto gesalzen und gepfeffert und frischer Dill untergehoben.

Dressing mit dem Tortellini-Verein paaren und feddich.


Ohne Quatsch, das war SO lecker und mal was GANZ Anderes!

(Ehrlich gesagt frage ich mich grad, ob ich auch noch Feta dazugegeben habe. Sieht auf den Fotos irgendwie so aus. Aber ich erinnere mich beim besten Willen nicht mehr. War halt ne spontane Kiste.)

Ich hab übrigens eine diebische Freude daran, auf dem Schrebergartentischchen alle möglichen Schätzekens auszubreiten, denn auf den Fotos sieht das dann ein bisschen so aus, als ob sie schweben würden. Ihr müsst Euch das so vorstellen: Tobi mäht den Rasen und zupft Unkraut und ich renne um das Tischchen und schiebe Blümchen, Äpfel, Kirschen und Johannisbeeren von rechts nach links und wieder nach rechts. Total gute Arbeitsaufteilung!


Also...Ihr seht: Ich bin im Schrebergartenfieber! Und vielleicht entdecke ich ja noch meinen grünen Daumen?! Ich halte Euch aufm Laufenden...

Merke I: Danke Tobi, dass ich jetzt einen Platz umme Ecke habe, der sich wie Urlaub anfühlt!

Merke II: Schrebergärten sind voll nicht nur für Spießer! Wie immer:
Spaß ist, was man selbst draus macht, ne?!
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