Öllermann-Stakkato

29. Oktober 2011

Die vergangene Woche war ein dicker Öllermann. Jetzt hab ich Öllermann googlen wollen, um mit nem Link zu belegen, dass Öllermann ein ganz tolles Pottwort ist...aber nix zu finden. Ist aber trotzdem ein ganz tolles Pottwort. Und weil Öllermänner dick und anstrengend sind, gibts keinen dicken und anstrengenden Detail-Blog-Post, sondern n halbwegs zackiges Wochen-Stakkato.

Katastrophe der Woche: Mein Heizkissen ist verstorben - nach einer gefühlten Ewigkeit muckeliger Einschlafmomente. Ich trage Herzenstrauer und befinde, dass Wärmflaschen wirklich keinen anständigen Ersatz abgeben.

Highlight der Woche: Vernissage meiner Ausstellung "Monster, Freaks & Helden" in der Banditenbar...tadaaa! Am gleichen Abend feierte die Bar ihr 5jähriges Jubiläum...also war der Laden proppevoll. Es wurde Happy Birhtday gesungen, Kuchen gebracht und Banditentum gefeiert. Schön...auch wenn mir am Nachmittag beim Aufhängen der Bilder die Illusion gefallen hatte, dass die Wimpel-Girlande nur mir zu Ehren aufgehängt worden war...hahaha...aber irgendwas is ja immer.




 


Dank an Frank!
Banditen-Leutchen
Sara, Jessi, Christoph, Moni, Lotti, Wimpel-Girlande
Shirt of the night
Meine Bilder hängen noch 2-3 Wochen in der Bar...wenn sie nicht vorher 500x runtergefallen und zu Staub geworden sind. Holzbrettchen + schicke, krumme Putzwände + UHU Powerklebestickerdingens = der Teufel. Also...hingehen und gucken bevor (!) der Teufel die Nummer mit dem Zu-Staub-Werden wahr macht.

Satz der Woche c/o Song der Woche: "The day that you stop running is the day that you arrive"



Chaosgipfel der Woche: Im Rahmen des Ruhrpuls - Art and Music - Festivals habe ich letzten Samstag am Siebdruckworkshop im Boom-Store teilgenommen. Wenn ich nicht wüßte, dass ich kein totales Dummbrot bin, dann hätte ich mir in Anbetracht meiner Deppenperformance dort ernstlich Sorgen gemacht. Vor ein paar Tagen bekam ich dann von einem der Seminar-Veranstalter eine kurze Mail mit dem Hinweis, dass ich eins meiner bedruckten Shirts vergessen hätte und es mir abholen könnte. Öhm...nö. Da geh ich nicht mehr hin. Ich schäm mich immer noch und verdränge lieber. Trotzdem hab ich reichlich Spaß an dem einzigen Druckstück, das mir halbwegs gelungen ist. Aber davon ab: In Zukunft lasse ich lieber wieder drucken. Spreadshirt.com olé.

Zentraler geht nicht
Bestes Logo
BOOM Store direkt am Bemuda3eck mit vielen schönen Details
Street Art Ausstellung im BOOM-Keller

Druckerei-Gedöns und Druck-Chefs
Halbwegs gelungenes Druckstück

gif der Woche: Zufallsprodukt vorm Workshop-Beginn. Der Anfang vom Chaos. Beobachter: Keine. Ursprüngliche Absicht: Lila-Blau-Farb-Clash-Foto ohne (!) Wasserschlacht.
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Blicklicht der Woche: Herbsthimmel. Bin ich verliebt drinne. Sowatt Schönes aber auch...





Lieblingssatz der Woche: "Kumma...wie schön...die Laubfärbung!" Hach. Herbst, heirate mich!




La Familia
Dinner der Woche: Über meinen Blog habe ich Serpil kennen gelernt. Serpil wohnt wie ich in Essen, schreibt wie ich an einem Blog rum, arbeitet wie ich mit Jugendlichen und ist - natürlich auch wie ich - ein total liebreizender Mensch. Und weil so viele Gemeinsamkeiten an einen Tisch gebracht gehören, haben Serpil und ihre Schwester Sevinc mein Liebchen Simone und mich zum Dinnieren eingeladen. Serpil hatte vorab groß und breit betont, dass sie NICHT bei meiner perfekten Dinnerrunde mitmachen wolle...das wäre ihr vieeeel zu stressig. Und dann stand die gute Serpil  am Dienstag  mindestens 500 Stunden in der Küche, um ein bombastisch perfektes Abendbrot zu kredenzen: Kürbiscremesuppe meets Gemüse-Cannelloni meets Tiramisu. Kalorienbomben-Alarm, traumhaft lecker und das alles in einer so großartigen Gesellschaft, dass wir nicht um eine baldige Wiederholung herumkommen.



Casio- und Kalorienalarm

Film der Woche: Doku Rockabilly Ruhrpott im Bochumer Bahnhof Langendreer.

Spitze Locationspitze
Jack und Frank
Tapeten-Posing mit Röslein
Mini-Kino
Schrömmeliger Leinwand-Shoot

Versäumnis der Woche: Zur C.A.R. auf Zollverein habbichet einfach nicht mehr geschafft.

Tanzbeinschwung der Woche: Tuten und Blasen mit "Schwarze Katze Weißer Kater" im Goethebunker. Tanzbein so sehr geschwungen, dass Tanzkleidchen recht und links am Saum geplatzt ist. Folglich: Entweder weniger tanzen oder weniger essen. Entscheidung fällt relativ leicht.

Pre-Umtrunk bei Marzi

Leo Namislow (großartig!!! CLICK ) anne Wand


Klo-Moment, krusselig
Shining-Assoziation
Tanzkleid, noch ungeplatzt
Wandgedöns

Plakatgedöns

heimatPOTTential + Banditenbar = Ausstellung + Freude

24. Oktober 2011

online gif creator


Zu meiner Grundschulzeit Mitte der 80er Jahre bevölkerten He-Man und the Masters of the Universe so manches Kinderzimmer. Nicht aber meins! Meine Eltern sahen in He-Man und Co. kinderunfreundlichen Krawallokram. Böse Welt! Und so kam es, dass ich lediglich bei meinem kleinen Nachbarn Christian in das Vergnügen kam, mich den Masters of the Universe anzuschließen.

Vielleicht liegt es daran, dass ich seit Ende der 90er Jahre die Flohmarkt-Mission verfolge, alle alten Superhelden-Püppken aus irgendwelchen Gerümpelkisten zu ziehen, zu kaufen und zu beheimaten...Traumarbeit sozusagen.

In den ersten Jahren wohnte die Helden-Mischpoke in meinem Auto hinter der Windschutzscheibe. Deshalb hieß mein Auto auch nicht Auto, sondern Heldenkutsche. Klare Sache. Als ich dann irgendwann meinen ersten Job antrat und ach so seriös wirken wollte, mussten die Püppken in meine Wohnung umziehen. Aktuell bevölkern sie, wenn sie nicht gerade gemeinsam mit meinem Stempel-Set von mir zu Fototerminen zitiert werden, mein Badezimmer und sorgen dort für Recht und Ordnung.


Die Bilderserie "Monster, Freaks und Helden" ist im September 2011 entstanden und hatte mit 60 Exemplaren ihren ersten Auftritt auf dem Vintage-Flohmarkt "Weiberkram" in Neuss. 



Innerhalb weniger Stunden war ich so gut wie ausverkauft und hab mich gefreut wie Bolle, dass so viele Leute so viel Spaß an den Bildern fanden. Aus diesem Grund habe ich die Serie in den Folgewochen um weitere Motive ergänzt und die Idee einer Ausstellung setzte sich peu a peu in meinem Hirnchen  fest.

"Monster, Freaks und Helden"...welche Location könnte da geeigneter sein als die Banditenbar? Also einfach mal nachgefragt und zack...der Inhaber Gabriel Gedenk hat zugesagt. Maximale Freude!


Und nu isset soweit! Am Donnerstag geht es los. Und da ich kein Profi bin, bin ich volle Lotte aufgeregt, mache mir ne Menge Stress, das Monster-Freaks-und-Heldenschiff in der Vorbereitung anständig zu schaukeln und bugsiere mich dabei von einem Chaos ins nächste. 

Stempel werden trotz korrekter Auftragsanweisung unrichtig produziert, ich verliere 1,5x meinen Stick mit allen Bildern drauf, Emma Plemmplemma macht Pipi auf einen frisch gedruckten Bilderhaufen, der Mann vom Holzzuschnitt ist ein böser Mensch und schneidet mir die Brettchen, auf die ich die Bilder ziehe, falsch zu...ich bin ein nicht ganz so schlauer Mensch und messe die Brettchen nicht direkt im Baumarkt nach, sondern lackiere sie 3 Tage fein säuberlich ehe ich merke, dass ich 40 Brettchen umsonst DREIFACH lackiert habe, weil die Maße nicht stimmen. Ich lasse neue Brettchen zuschneiden, lackiere sie und klebe die Bilder drauf. Am nächsten Tag haben die Bilder Blasen geworfen. Arghhh! Ich will die Bilder von den Brettchen ziehen...geht aber nicht wirklich, weil ich Holzleim benutzt habe und der ein echter Killer ist. Also schleife ich 40 Brettchen ab und stelle dann fest, dass die Oberfläche trotzdem zu hubbelig ist, als dass ich die neuen Bilder, auf die zum Glück niemand gepinkelt hat, drauf kleben könnte. Also kaufe ich wieder neue Brettchen und werde langsam bescheuert. 



Gleichzeitig arbeite ich auch noch in Vollzeit, baue eine mittelschwere Karambolage auf einer Riesenkreuzung, weil eine Monsterspinne über die Sonnenblende in meinem Auto marschiert und ich aus Reflex das Steuer rumreißen musste. Ich besuche einen Siebdruck-Workshop und mache alles falsch, was man falsch machen kann...es hätte nur noch gefehlt, dass ich in den Tisch gefallen wäre und alles umgeschmissen hätte. 

Kopfkissen, versaute Kante
Am Ende dieser Siebdruck-Hölle vergesse ich dann mein bedrucktes Shirt  Toll. Dieses vergessene T-Shirt war schwarz. Noch so ein Geniestreich...Während des Workshops hatten wir genug Zeit, um uns in der Stadt noch weitere bedruckbare Textilien zu kaufen. Also nix wie los...ab zu H&M. Ich verlasse den Workshop mit dem Ziel, weiße Shirts zu kaufen. Dieses Ziel kommt mir auf dem 10minütigen Fußweg zu H&M aber irgendwie abhanden, so dass ich im H&M  eisern nach SCHWARZEN T-Shirts suche. Wieder zurück beim Workshop fällt mir der Fehler auf. Ich bin entsetzt und schäme mich glatt ein wenig vor mir selbst. Also tue ich ganz galant so, als ob ich nur total mutig wäre, auf schwarz drucken zu wollen. Hat sogar funktioniert...nur hab ich dann eins der beiden Shirts tatsächlich auch noch vergessen.

So könnte ich jetzt noch ne Weile weiterschreiben. Wenn ich mir nur zusehen dürfte, anstatt das alles selbst zu erleben, hätte ich bestimmt am laufenden Band ne Menge zu lachen. Aber...ABER: WOFÜR sollte man nicht Blut und Wasser schwitzen, fast bescheuert werden und im Chaos versinken, wenn nicht für die KUNST?!


Das alles ändert natürlich nix an der Tatsache, dass ich mich maximal freue! Auf Donnerstag / über die Gelegenheit, meine Bilderchen in der besten Bar in town ausstellen zu dürfen / und über alle, die Lust haben, vorbeizukommen, rumzugucken und Hallo zu sagen.

Und wer das am Donnerstag nicht schafft, der hat vielleicht in den 2-3 Folgewochen Zeit und Lust, sich in der Banditenbar auf die Suche nach Monstern, Freaks und Helden zu begeben. 

Es wäre mir ein Fest!


(Ach so...und was gefällt, kann natürlich gekauft werden - entweder in der Banditenbar oder direkt bei mir. Wenn ich es diese Woche noch schaffen sollte, mit meinem DaWanda-Shop ausser Hüfte zu kommen, dann...nee...DAS ist doch eher sehr unrealistisch. Kommt Zeit, kommt Shop.)

Merke 1: "Monster, Freaks und Helden" - ab dem 27.10. in der Bar "Banditen wir wir"!

Merke 2: Keine Hosen mehr anprobieren, die 2 Jahre alt sind. (Macht unglücklich.)

Merke 3: Gilt auch für 3 Jahre alte Hosen. (Macht noch unglücklicher.)
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