Glück auf (Fördertürmen)!

31. Oktober 2012

An einem schönen Herbsttag kann man durch den Wald flanieren, die Wohnungsfenster putzen, mit dem Auto in die Waschanlage fahren, lecker Kuchen essen gehen, durch die Stadt hetzen bummeln, eine Radtour machen, eine Halde besteigen...

...oder extrem malerisch mit Laub rumwerfen.
Ooooder man knüpft sich mal die Zeche Zollern
a.k.a. das "Schloss der Arbeit" in Dortmund vor.
Die Zeche Zollern (erbaut zwischen 1898 und 1904) ist nämlich eine wahre Schönheit...
...was sich schon draußen vor dem großen, schmiedeeisernen Tor beweist.
Also nix wie rein da und euphorisch durch die Gegend gehüpft!
Beim Rumhüpfen stolpern wir vor der Maschinenhalle über ein Holzwägelchen.
Erst mal reinsetzen und rumposen!
Andere Frauen haben ein Handtäschchen. ICH habe eine Grubenlampe.
Keine Zeit für weiteres Posing. Ich muss Fee hinterherrennen. 
Das mache ich natürlich auf extrem galante, natürliche
(und vor allem auf sehr ungestellte) Weise.
Ein Schlaumeier-Männeken unterbricht unser Gehampel.
Drahtseile? Ich LIEBE Drahtseile...an Fördertürmen.
Und sowieso: Ich liebe Fördertürme! Von vorne...
...wie von hinten.
...von links...
...und von rechts.
Aber zum Glück haben Fee und ich beide das gleiche Rad ab.
Und deshalb haben wir zwischen Pfützen...
...Spinnweben...
...und Kränen...
...auch noch Halloween gespielt.
Denn wie der Zufall es will, ist heute der 321.10. !
picasion.com
Eine wahnsinnige lebensgefährliche Angelegenheit also!
Wenn es auf Zollern nicht so schön wäre, bekäme man es glatt mit der Angst zu tun.
Aber anstatt Angst, haben wir alle Zeit der Welt...
Das ist auch gut so, denn auf Zollern kann man tatsächlich
auf einen der beiden Fördertürme hochkraxeln.
Das finden wir SO toll, dass wir beschließen, ab sofort auf dem Gelände zu wohnen.
Freundlicherweise teilen wir das noch schnell unseren Lieben mit.
Wir sind ja keine Unmenschen.
Dann gehts vorbei an Kohle...
...Geleucht...
...und Schlaumeiereien...
(Apropos! Also: In den 60er Jahren sollte die Anlage zugunsten einer Schnellstraße platt gemacht werden. Aber es kam anders: 1969 wurde Zollern als erstes Industriebauwerk in Deutschland unter Denkmalschutz gestellt.)
Endlich oben auf dem Förderturm erreicht mein Zechenfetisch
seinen bisherigen strahlenden Höhepunkt!
Ich bin dem Drahtseil SO nahe, 
...dass ich es ANFASSEN kann!
Wir bewundern den innenliegenden Ehrenhof...
...machen ein bisskn Schmusibusi...
...genießen den Ausblick...
...und kommen zu den wichtigen Dingen des Lebens!
Die Ruhrpott-Beutel-Verlosung steht an!
Also hat gute Fee hat mit ihrem reizenden Feenstab die Gewinner gekürt:
Eva Schelp!
Dennis Hölker!
Julke Hömbergson!
Die Gewinner werde ich in Kürze per Mail belästigen. Weisse Bescheid. (Diese tolle Location rechtfertigt übrigens natürlich die Tatsache, dass ich für die Verlosung eine kleine Ewigkeit gebraucht habe. Wer nicht gewonnen hat, aber kein Leben OHNE Ruhrpott-Beutel fristen will, der kann sich über We strike back ein Täschkn ordern.) 

So. Weiter im Text.

Irgendwann waren wir SO lange dort oben,...
...dass uns schon die Fliegen umkreisten. 
Also ab durch die Lohnhalle und rein...
...in die Ausstellung!
Dort gibt es aber viel mehr zu sehen und zu lernen,
als ich hier noch in den Post quetschen könnte.
Deshalb an dieser Stelle nur das Wichtigste.
Und dann war um 18 Uhr Schicht im Schacht und man setzte uns vor Tür und Tor.
Tja. Das mit dem Einzug hat also spontan nicht geklappt.
Muss wohl von langer Hand geplant werden.

Merke I: Ich sollte in einem Industriedenkmal wohnen. Das würde mir sehr gut stehen.

Merke II: Das sollte endlich jemand merken und mir ein entsprechendes Domizil abieten.
Im Sinne von SCHENKEN. Natürlich.

Merke III: Auf Zollern gibbet auch noch einen tollen Museumsshop mit ganz viel Pottgedöns. Ferner gibt es super Angebote für Kinder, Hochzeitswillige und Hungrige. Watt willse mehr?!

Merke IV: Auch Außerirdische erkunden den Pott auf Zollern!


Merke V: Und wenn man genau hinguckt, entdeckt man sogar ein verruchtes Eckchen...


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