Ein Wohnzimmer und Glückskasalla

18. März 2013

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, heute bin ich total weise und sage: Das Leben ist dann am schönsten, wenn man nichts erwartet. Dann passieren schöne Dinge. Einfach so. Zack. Mitten inne Fresse. Und mitten ins Herz. Und das sogar in Gelsenkirchen!

Nachdem ich hier beim letzten Mal meine Wohnküchenliebe in Sachen Kniftenschmiede bekundet habe, knüpfe ich mir heute ein weiteres Lieblingszimmer vor:


Ich habe es mir im Wohnzimmer GE gemütlich gemacht. Keine große Kunst...offen gestanden, denn dort kann man wohl kaum einen ungemütlichen Abend verbringen. Soll heißen: Böse Welt?! Ab ins Wohnzimmer GE, auf die Sessel und Sofas muckeln und schon verliert die Welt ihre aktuelle Alltagsfratze... 


Aber fangen wir vorne an: Gelsenkirchens Wohnzimmer versteckt sich auf dem Gelände der KAUE. Und wenn ich VERSTECKT sage, dann meine ich VERSTECKT. Drei planlose Autorunden um das Gelände, dann einfach geparkt und die Nase in einen Innenhof gehalten. 


Aha! Sehr sympathisch...aber da muss man auch erst mal drauf kommen. #Protipp: Schild an Straße wird durch Dunkelheit sehr unsichtbar!

Tür auf, rein da und dann erwischt es mich mal wieder und sofort: Ganz große...


Wer sein Herz für Kunst und Kultur aufm rechten Fleck trägt, wird im Wohnzimmer GE nicht nur einfach einen Treffpunkt, sondern ein kleines Zuhause für kreative Köpfe finden. Hier gibt es nämlich nicht nur Kalt- und Warmgetränke in Flaschen, Gläsern und Tassen plus ein paar wunderbar fläzige Sitzgelegenheiten...




...hier findet sich vor allem PLATZ! Platz für gute Ideen, Platz für kreativen Austausch, für Aktionen und Momente mit Herz.

Soso. Das könnte ja nun jeder behaupten?! Tja, aber die Macher Madeleine Lobodda und Paul Pillath behaupten nicht nur...


...sie machen veranstalten auch! Und zwar:

(1. FR im Monat)

Bühne frei für Musiker aus der Region! Jedes Genre ist willkommen. Nicht willkommen hingegen ist in diesem Rahmen Strom. Einfaches Konzept. Gutes Konzept.

(3. FR im Monat)

Diese Veranstaltung funktioniert als eine Art Open Stage. Madeleine und Paul kündigen im Vorfeld ein Motto an und rund um dieses Motto kann, darf, soll die Bühne dann einen Abend lang "kreativiert" werden: Singen, tanzen, lesen, rappen, malen, jammen...spontan oder einstudiert...egal, Karl...einfach machen!

Und sonst so? Fussek gucken, Sofapartys feiern, Kunst ausstellen...

Kunst ausstellen?! Ganz genau! Im Wohnzimmer gibbet eine Wall of Art, die jungen Künstler aus der Umgebung die Möglichkeit bietet, ihre Werke für die Dauer von vier Wochen auszustellen und zu verkaufen.


Aktuelle Ausstellung der Iranerin Ahang Nakhaei

Ein Wohnzimmer, ein Mikrophon, eine Bühne...das macht...ein KONZERT! Und zwar von den Herrschaften Hannes Weyland und Rik van den Bosch...


Man kriegt mich ja mit Vielem: Lecker Essen, Batman, Ruhrpott-Halden, Dielenböden, Eichhörnchen und Honigsenf. Aber mit Wohnzimmermusik kriegt man mich erst recht!

(Yeahach! Yeah und Hach in einem Wort. Hab ich grad erfunden. Toll.)
Dazu ein Weinchen,...
...die richtige Beleuchtung,...
...ein bisskn Kerzenschein,...
...eine dicke Portion Heimeligkeit,...
...sympathische Kurzzeitmitbewohner...
...und zwei Herren, die man samt Gitarre und Klavier am liebsten
sogar ins eigene Wohnzimmer katapultieren würde.
Überhaupt...Männer, denen man eine Gitarre in die Hand drückt, und die dann plötzlich klingen, als ob sie bereits alle Wüsten durchquert und 1000 Ställe ausgemistet hätten, denen kauf ich auch von Herzen gerne eine CD im Schwerverbrecher-Look ab. (Das war jetzt ein großes Kompliment...falls das nicht deutlich geworden sein sollte, Herr Weyland.)


Und dann?! Dann gibbet plötzlich Glückskasalla. Und zwar von der Sorte, auf die man nicht warten kann, sondern die einfach umme Ecke kommt und einem direkt Pipi inne Augen macht: Herr Weyland und Herr van den Bosch geben nämlich eine Zugabe...Leonard Cohens Hallelujah...und die Kurzzeitmitbewohner singen mit...ganz leise und wunderschön. Und ich sitze mit heizungswarmen Haaren (weil neben der Heizung, klar) und glücklichem Wohnzimmerherzchen in Gelsenkirchen und möchte genau in diesem Moment nirgendwo anders sein.

Merke I: Toll, dass es Leute wie Madeleine und Paul gibt,
die solch besondere Orte und Momente schaffen. Halleluja!

Merke II: Im Wohnzimmer GE isset sogar aufm Klo schön!


Merke III: Glückskasalla. Tolles Wort. Öfter verwenden.

Merke IV: Wohnzimmer GE auf FB?! AK (aber klar!).


Die Kniftenschmiede und die Rockzipfelliebe

12. März 2013

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, ich glaube ja möchte ja an die große Liebe glauben...also an die auf den ersten Blick. Nun ist das natürlich so eine Sache...das mit dem ersten Blick. Denn wenn wir mal ehrlich sind, ist dieser erste Liebesblick ja nichts weiter als eine arglistige und hinterhältige Illusionsschleuder und somit ein blöder Blödmann.

Tja. 

Nun könnte man natürlich schlau sein und all seine romantischen Liebchenträume inne Tonne kloppen. Man könnte aber auch einfach NOCH schlauer sein (ha!) und sich nur noch in Gastronomien verlieben.  Da kann man nämlich ganz entspannt reingehen, in Ruhe alles angucken, den ersten Liebesblick gehörig (aus)kosten, sich durch die gesamte Karte futtern und Illusionen zu kulinarischen Wohlfühlrealitäten werden lassen.

Was?! Haltlose Therorien? Pfff. Von wegen. Ich habe den ultimativen Praxistest gemacht. 

Beweise? Beweise:

Mitten im schönsten Essener Pottkiez...
...a.k.a. Südviertel...
...habe ich mich in die Kniftenschmiede verliebt. Auf den ersten Blick.
Und auf den zweiten...und den dritten...und den vierten.
Die Kniftenschmiede ist nämlich nicht einfach nur eine Wohnküche.
Die Kniftenschmiede ist ein Zuhause.
Vielleicht sogar mehr als das. Nämlich ein bisskn Heimat.
Also: In Teufels Küche kommt man hier ganz sicher nicht!
Das Café mutet eher an wie eine Mischung aus Puppenstube...
...und Ommas gutem, alten Küchentisch. Ein Ort mit ganz viel Rockzipfelliebe.
Hier kuscheln sich Teddys auf Küchenbänke...
...und der eigene Hintern residiert auf Rosen oder allerfeinstem Zechengold.
In einer Kniftenschmiede gibbet Kniften. Das versteht sich natürlich von selbst.
Hier gibt es sogar Edelkniften!
Und was es außerdem noch alles Feines gibt, erklärt mir die bildhübsche Rachel -
eine bezaubernde Ballerina mit entzückendem spanischen Akzent
und ca. 10 Tonnen natürlichstem Charme.

So. Und jetzt wird es spannend. Zunächst glaube ich, mich verhört zu haben. Rachel spricht nämlich von Quiches und überbackenen Aufläufen...und irgendwie verstehe ich, dass sie mit meiner Bestellung in die Küche tänzeln und dort genau nach meinem Wunsch meinen Traumauflauf zubereiten wird. Äh?! Das kann doch nicht sein!? Ich bin verwirrt und frage nach:

"Du gehst JETZT in die Küche und bereitest dann genau den Auflauf zu, den ich bestelle?!"

Nix Vorarbeit? Nix auf Vorrat? Nix aus der Kühltheke? 

Und in der Tat: Rachel zählt mir einige Zutaten auf, beschreibt ein deliziöses, griechisches Auflauf-Schätzchen und ich bin so geplättet, dass ich sofort und begeistert "Ja, ich will!" hauche. Aber ich wette, dass ich ebenso ein fröhliches Zutatenroulette hätte spielen können...Rachel hätte mir bestimmt auch meinen ganz persönlichen Roulette-Auflauf gezaubert...frei nach dem Motto: "Kind, worauf hasse denn Hunger?!"

Ich fühle mich wie bei Muttern! Wie schön ist das denn, bitte?!

Apropos Muttern:
In der Küche entdecke ich doch tatsächlich Mamas alten Kartoffel-Kochpott. Hach...
Apropos Küche:
Dort darf ich lunkern. Mein Hunger potenziert sich schlagartig!
Zum großen Hunger gesellt sich großer Durst. Wie super, dass man in der Kniftenschmiede das Wasser in großen Kannen gereicht bekommt.
Und zwar für umme! Toller Service!
Aber natürlich gibbet nicht nur Wasser. Um mich herum werden mit großer Begeisterung diverse Kaffee-Spezialitäten geschlürft. Aber da kann ich als alter Kaffee-Nicht-Trinker leider nicht mitreden.
Stattdessen bestaune ich den vielen heimeligen Killefitt, der zwischen Klein-Svennis Skateboard, Muttis Lieblingstinnef und Vattis "Entschuldigung, dass ich unseren Hochzeitstag vergessen habe"-Tulpen eine familiäre Wohlfühlhandschrift zeichnet. 
Gitarren laden zu spontanen Sessions ein,...
...während sich die aktuell ausgestellten Zeichnungen über interessierte Blicke freuen.
Ich habe reichlich Spässken an der einen oder anderen Entdeckung...
...und muss wie immer alles anfassen.
Als Rachel dann den ersten Gang serviert, verschlägt es mir fast den Atem!
Vor dem Auflauf gönnen Marc und ich uns nämlich...
...eine fabelhafte Murmelknifte.
(Murmelkniften heissen Murmelkniften, weil auf ihnen all die leckeren Zutaten drauf sind, die man als Gast mit wässrigem Mund nur noch vor sich hinmurmeln kann.)
Und dann geht es Schlag auf Schlag: Der Backofen gibt die Aufläufchen frei,...
...die mit Brot und Butter serviert werden.
Und weil wir so überaus liebreizende Gäste sind,
bekommen wir auch noch zwei Quiche-Probierhäppchen.
(Ich liebe Probierhäppchen!)
Probierhäppchen?! Ach watt...ich liebe ESSEN...grundsätzlich.
Und Essen mit einem ordentlichen Schuss "Zuhause" ganz besonders!
Während Marc und ich futtern und futtern, sorgt Rachel im Teekästchen für Ordnung. Dass sie das mitten in der Wohnküche und nicht etwa im versteckten Kämmerlein tut, finde ich höchst sympathisch. Zu Hause würde man sich damit ja auch nicht in die Abstellkammer setzen.

Also...aufgepasst: In der Kniftenschmiede gibt es nicht nur lecker Essen. Hier findet Leben statt. Zwischen Kunst, Kuchen, Kniften, Killefitt und ganz viel Liebe zum Detail fühlt man sich vielleicht nicht nur wohl, sondern sogar ein wenig geborgen. Schuld daran im allerbesten Sinne ist Conny Niermann...


...die das Caféchen mit einem riesigen Herzen für Kreativität, Miteinander, Heimat und Gemütlichkeit sowie für "ihr" Südviertel betreibt. Conny lebt ihre Arbeit mit so viel Engagement und ehrlicher Freude, dass sie wirklich gedrückt gehört. Habe ich also einfach mal gemacht. Und beim nächsten Mal mache ich das wieder. Da kenn ich nix!

Merke I: Keine Zeit zum Einkehren?! Kein Problem!


Merke II: Conny betreibt nicht nur die Kniftenschmiede, sondern auch das Madame Chocolat. Das wusste ich allerdings bis vor ganz Kurzem nicht.
Kein Wunder also, dass ich mich damals schon schwer in die Madame verliebt habe.
So schließt sich der Kreis. (Schöner Kreis!)

Merke III: Befehl: Kniftenschmiede. Hingehen. Verlieben. Conny drücken.

Alternativbefehl: Madame Chocolat. Hingehen. Verlieben. Conny drücken.




Das Bochumer Schauspielhaus und sein POTTwal

7. März 2013

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, ich habe einen Verdruß zu verkünden! Nix heißer Brei und so. Kommenwa ma direkt zur Sache: Dem Ruhrpott sein Adventskalender...Ihr möget Euch erinnern. Total viel adventsPOTTential und Gewinnegewinnegewinne. Das lief auch alles wie geschmiert...bis auf eine Ausnahme. Da hat doch tatsächlich einer der Gewinner ausgerechnet das werte Bochumer Schauspielhaus verprellt. Dieser Verpreller heisst Ingo. Ingo hat nämlich gewonnen, sich aber nie bei mir gemeldet. 

So. Nun ist das Bochumer Schauspielhaus aber eine coole Sau und sagt nicht etwa "Tja, PECH!". Nein, das Bochumer Schauspielhaus sagt höchst liebreizend: "Neues Spiel, neues Glück!" und deshalb könnt Ihr hier und heute und jetzt erneut Euren Gewinnegewinnegewinne-Angelhaken auswerfen...denn es gibt zwei Freikarten zu gewinnen für...




Wenn man bedenkt, dass Moby Dick ein POTTwal ist, dann hat sich die Frage nach der individuellen Interessenlage natürlich schlagartig beantwortet! 

Das Bochumer Schauspielhaus, ein POTTwal, ein Konzert in Regie von Paul Koek und zwei Freikarten...na selbstverständlich will man das sehen. Und hören. Und genießen. Und zwar ganz feierlich am Ostersonntach...um 19 Uhr.

(Bitte sehr: Details.)

Also liebe Pottköppe, einfach mal Ostern mit Niveau planen und den Liebsten oder die Liebste oder die Eltern oder sonstwen mit einer fetten Dröhnung feinster Kultur überraschen...wenn DAS kein Plan ist!

Wie dieser Plan Wirklichkeit werden kann? Guckst Du Bilder (s.u.), nennst Du Lieblingsbild, hinterlässt Du Mailadresse (!!!!) in Kommentarbox, wartest Du, checkst Du Postfach, weißt Du Bescheid. Einfache Kiste. Pipifax sozusagen. Und wehe hier macht einer mit, der dann das werte Schauspielhaus verprellt! Dann hat der Arsch abba Kirmes!



(Nein, Mabuschka ist nicht am Start. Die ist zur Kur.)

So. Und jetzt kommen meine Instagram-Lieblinge der letzten Wochen. Lasset die Spiele beginnen...wie gesagt: Lieblingsbild gegen Freikarten...und ab dafür:


missowl4 - ruiningmylife - dee2104 - cardephotography
alro69 - liset_art_fun - neramaren - cowcal
sebbowat - orlando_loon - unfassbar - blogspinat
deadsetagaint - krdigital - lindaberlin - markus15981
lost140601 - conny__s - cpcgn - ma1970ne
krockenmitte - deputti90 - mygirl1983 - momeer
damyole - _awy - markus15981 - mister_31
momeer - zwaen - proart - unfassbar
dikastes - alotmorethan - middel_acab - jeannie2111
markus15981 - joko1984 - vanussi - blogspinat
jense204 - schieflicht - schieflicht - jense204
feemail - jessi611xx - mariannehope - blacksvs

maxdzellmer - kikilotta75 - djmaxxx - proart
mister_31 - _pat_pat_ - ma1970ne - alotmorethan
feemail - deadsetagainst - mrs_chan - ruhrgebietfotos


Merke I: Meine Liebchenbilder stammen heute vom Herrn unfassbar.
Und zwar gleich doppelt.

Merke II: Man darf auch sein Lieblingsbild verraten,
ohne die Freikarten gewinnen zu wollen.
Da bin ich recht freimütig.


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