Rote Beete + Meerrettich = große Liebe

28. April 2014

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, in Restaurants bin ich grundsätzlich ein fieser Neidhammel. Immer will ich das, was mein Gegenüber auf seinem Teller hat. Und weil das doof ist, bin ich natürlich gewillt, dieses Elend mit allen Tricks und Kniffen abzuwenden. So bestelle ich manchmal sogar etwas, was ich eiiiigentlich gar nicht essen möchte, weil ich vermute, dass es mir letztlich immerhin besser schmecken könnte als das, was ich am liebsten bestellt hätte, denn das finde ich ja generell nie so gut wie das auf dem Nachbarteller. 

Wie bitte?! Einfach das Gleiche bestellen?! Natürlich NICHT! Wie langweilig wäre das denn?!

Jeeeedenfalls hat vor gut einem Monat unser Blogowski-Stammtisch im Essener Le chat noir getagt und ich wollte unbedingt >> Höhlenmensch-Brunnenschacht-Stimmlage an << FLEISCH >> Höhlenmensch-Brunnenschacht-Stimmlage aus << essen. Also habe Fleisch bestellt. In Rotweinsoße. Mir gegenüber saß Sandra. Und Sandra wollte irgendetwas Langweiliges bestellen. Das geht natürlich nicht. Also habe ich Sandra überredet, die Rote Beete Pasta zu ordern. Die hätte ich nämlich eigentlich am liebsten gegessen, WENN ich nicht unbedingt hätte >> Höhlenmensch-Brunnenschacht-Stimmlage an << FLEISCH >> Höhlenmensch-Brunnenschacht-Stimmlage aus << essen müssen.

Die Nahrungsaufnahme endete damit, dass ich Sandras Teller mit meinem Zeigefinger reinigte. Und wenige Tage später landeten folgende Zutaten (zzgl. Parmesan und Gemüsebrühe) in meinem Einkaufskörbchen:


  • Das alte Nudelwasser-Spiel. Ihr kennt das...
  • Vorgekochte Rote Beete in Streifen schneiden und in etwas Gemüsebrühe weich kochen.
  • Sobald das Prädikat "weich genug" angemessen erscheint, wird die Beete aus dem beschichteten Kochtopf in einen Messbecher (oder so) umgefüllt und zärtlich mit dem Pürierstab traktiert.
  • Im Kochtopf finden sich nun die Frühlingszwiebeln in Form von schmalen Ringen ein. Andünsten und mit einem Schüsschen Gemüsebrühe begießen. Dann folgen Sahne, Schmand und der Meerrettich-Frischkäse. Aufkochen, andicken, pfeffern, zuckern, feddich.
  • Nudeln drunter und Parmesan und Basilikum drüber. Ganz feddich. Und sosoooosoooooo lecker! Großes Restaurant-Neidhammel-Ehrenwort.



Und weil letztens jemand "Ey Food-Post! Mach ma Nahaufnahme!" angemerkt hatte, habbisch ne voll korrekte Nahaufnahme gemacht:


Und eine Mittelnahaufnahme. Wahnsinn. Hier werden Träume war. In diesem Sinne: guten Tag, guten Weg und guten Appetit! 


Merke I: Der ganze Spaß funktioniert natürlich auch mit echtem Meerrettich.
Das hab ich nämlich ein paar Tage später auch noch ausprobiert.
Heidi hat "Is lecker!" gesacht.

Merke II: Diesen Post hatte ich schon ein ganzes Weilchen auf Halde und habe ihn
nicht online gestellt, weil ich das Zutatenkino-Bild nicht "perfekt"genug fand.
Aber eigentlich ist perfekt doch eh n bisskn doof, oder?

Hach hoch hundert

27. April 2014

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, nachdem ich über Ostern meinen "Dinge-die-die-Welt-bewegen-Wochenrückblick" verschlönzt habe, serviere ich heute die doppelte Dosis an alltäglichen Groß- und Kleinigkeiten. Und bitte schön:


Karfreitag habe ich in aller Herrgottsfrüh die Halde Rheinelbe erklommen. Das Foto in der Mitte habe ich Julius geschickt, der mit "Das bist nicht Du!" reagierte. Diese Aussage bezog sich nicht etwa auf die Tatsache der frühen Uhrzeit, sondern auf meine Hose. "Ich habe Dich noch nie in einer blauen Jeans gesehen!". Tja. Schlabberjeans olé!


Rund um Ostern standen in diesem Jahr übrigens weniger irgendwelche Eier, sondern Seifenblasen und Sandburgen hoch im Kurs. Mit anderen Worten: Seifenblasen are the new Ostereier. Neue Trends braucht das Land!


Ebenfalls ein neuer Trend: Grillen an der Ruhr in der Currywurst-Edition! Topf mit lecker Sößken von Dönninghaus zu Wurst, Grillfackeln und Baguette aufs Rost stellen und feddich ist die Open-Air-Pommesbude. Und nächstes Mal gibbet statt Nudelsalat dann auch noch Pommes...von Mäcces.


Bleiben wir beim Thema "kalorienbewusste Ernährung": Das Bild zur Rechten habe ich auf Instagram sehr treffend mit "Heute: Salat." tituliert. Dagegen können Sushi-Gesichter und Erbsen-Kokos-Minz-Süppchen natürlich nicht anstinken.


Lecker Osterschmaus: Ein Meerrettich-Lauch-Süppchen mit Lachseinlage, pornöse Hasenpasta und ein grandioses Pizzablech, dessen Highlight sich in der unteren rechten Ecke befindet: Cabanossi-Oliven-Paprika-Geschnibbel auf Currywurstsoße. Meinetwegen können alle anderen Pizzabeläge für immer in einem netten, kleinen Erdloch verschwinden.


So. Es gibt ja nicht viele Dinge, die wichtiger sind als Grillgut und Pizzabeläge, aber ein 1LIVE-Ed-Sheeran-Radiokonzert in der Kölner Kulturkirche gehört eindeutig dazu. Was Christian, EDMÄN und ich alles veranstaltet haben, um zwei Karten abzustauben, lest Ihr HIER (...falls unsere höchst dezenten Her-mit-dem-Sonderpreis-Bemühungen bislang an Euch vorbeigegangen sein sollten). Ich glaube, ich habe mich wirklich selten in meinem Leben so sehr über etwas gefreut wie über Ed Sheerans Nachricht auf meiner Mailbox: "Hey Juliane, Ed Sheeran here. It turnes out there's two more tickets left for the gig tonight even though everyone thought it was sold out...". Hysterisches Kreischen, Tischtanz und Non-stop-Gänsehaut! Und das Konzert war sogar NOCH toller als erwartet. Hach hoch hundert!


Und sonst so?! Unser Einsatz für die Tierwelt und für vegane Autofahrer sucht Seinesgleichen (…gut, dass die nichts von unseren Grillgelagen wissen!) und auch auf der momentan gesperrten A40 haben wir für Recht und Ordnung gesorgt. Und der Kobold auf dem rechten Bild?! Naja…EDMÄN hatte einen Vorgänger, aber den haben wir sehr schnell zu Grabe getragen, denn es gibt tatsächlich Dinge, die sogar uns peinlich sind.


Ob auf dem Tippelsberg oder in der Bochumer Trödelhalle...mit Ellen bin ich gut und gern zu Fuß. Und wenn dann noch eins meiner liebsten Kinderbücher ("Hilfe, die Hardmanns kommen!") dabei rausspringt, landet der Ausflug ruckzuck im Sack der guten Tage. Achtung, seriöse Empfehlung: Die Trödelhallen in der Bochumer Hermannshöhe können echt was!


Das Gleiche gilt für diesen türkisen Geheimsee in Wülfrath. Jetzt muss ich nur noch einen Weg finden, um näher ran zu kommen. Bis mir das gelungen ist, tänzle ich noch ein wenig im Sukkulentenhimmel herum. Der befindet sich übrigens ganz in der Nähe von diesem Traumhäuschen. (Lauft Ihr auch manchmal an Traumhäusern vorbei und knurrt "Ich hasse andere Menschen..."?!)


So. Frühling. Immer noch. Keine Einwände. Und weil der April so ein lustiger Wetterkasper ist...


…haut der Himmel in letzter Zeit ein spektakuläres Spektakel nach dem anderen raus.


Mal was komplett Unspektakuläres?! Tütensuppe im Bett, Kartoffelporsche im Patschehändchen und Alugedöns auf der Bumsbirne, denn ich habe mich endlich überwunden und meinen umgekehrten Ombre-Look beseitigen lassen. 


Zum Abschluss eine Runde Wochenhighlights: Bei 27 Grad habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr den Sonnenschirm auf meinem Balkönchen aufgespannt. Aus Österreich erreichte mich ein UNFASSBAR tolles Paket, aber davon berichte ich die Tage ausführlicher! Und habe ich eigentlich schon erwähnt wie toll das Ed Sheeran Konzert gewesen ist?! Haaaaaach...

Merke: Das göttliche Hähnchen auf dem Non-Salat-Teller
gibt es übrigens im Essener WolperdingVermutlich existiert auf der ganzen Welt
kein besserer Grillhähnchen-Biergarten.

Her mit dem Sonderpreis!

19. April 2014

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, hiermit bewerbe ich mich höchst seriös auf den Sonderpreis für das Ed-Sheeran-1LIVE-Kirchenclubkonzert am kommenden Dienstag in Köln. Kleiner Haken an der Sache: Diesen Sonderpreis gibt es überhaupt nicht. Warum ich ihn trotzdem sehr verdient habe, sollte die folgende Sonderpreis-Verdienst-Beweisführung hinreichend belegen. Vorab eine Vorstellung aller Beteiligten: 


(Ed Sheeran + Kulturkirche) x 1LIVE = Clubkonzert, für das man keine Karten kaufen, sondern nur gewinnen kann. Man gewinnt, indem man entweder von irgendeiner ominösen Mailfee aus diesem Internet gezogen wird oder indem man bei 1LIVE anruft, wenn Herr Schorn JETZT sagt. Theoretisch durchaus machbar, WENN nicht mindestens der Rest der Welt zeitgleich dieselbe Nummer wählen würde. PHÖ!

So. Wunde Finger und Tage später bin ich nicht länger bereit, diesen Sachverhalt einfach so hinzunehmen. Hinz und Kunz gewinnen Karten und ständig muss ich mir vom Herrn Schorn vorlesen  lassen, was Lolek und Bolek alles machen WÜRDEN, um Ed ihre Aufwartung machen zu dürfen. So WÜRDE sich irgendeine Tante (angeblich!) den 1LIVE-Schriftzug tätowieren lassen und irgendeine andere Trulla behauptet, dass sie das ganze Studio putzen WÜRDE. Pffff. Lächerlich! Im Pott hamwa  mit so nem Konjunktiv-Gedöns natürlich nix am Kopp. Hier gibbet Tacheles. Und Taten. Deshalb WÜRDEN wir ma rein gar nix. Wir quatschen nicht, wir machen...und zwar Ed zu unserem Helden.

Ed + Batman = EDMÄN  

Das alleine ist allerdings noch keinen Sonderpreis wert. Aber dass wir EDMÄN unsere gesamte Ruhrpott-Nation zu Füßen gelegt haben...DAS schreit wirklich verdammt laut nach diesem Sonderpreis! Also...ich sachet wie et is: EDMÄN hat eine ziemlich geile Woche mit uns im Ruhrgebiet gehabt und deshalb hätte er uns am Dienstag selbstverständlich überaus gerne als Sondergäste am Start, HERR SCHORN!


Als erstes hamwa ihm ne anständige Zeche gezeigt. Fand er ganz okay...
...aber ne ordentliche Dönninghaus-Currywurst fand er trotz seines skeptischen Gesichtsausdrucks weitaus okayer.  
Danach haben wir EDMÄN erst mal ein paar lecker Pilsken spendiert.
Tja. Lasst es mich so sagen: Singen kann er, saufen nicht.
Zum Glück haben ihm seine neuen Kumpels schnell wieder auf die Beine geholfen.
Aber das Steigerlied haben WIR ihm beigebracht.
Außerdem weiß er jetzt: A40 - nur wenne Zeit hast! 
Nachdem wir das geklärt hatten, haben wir uns nicht lumpen lassen...
...und haben EDMÄN ein Segelboot gekauft. 
Nee. War gelogen. Gab nur n Flutschfinger.
Danach ging es ab nach Malle a.k.a. Bermudadreieck.
Aber EDMÄN, der alte Ruhrpott-Romantiker, hat mit Malle zum Glück nicht viel anne Maske.
Also haben wir ihn ins nächstbeste Rapsfeld gestellt und eine Runde "Give me love" trällern lassen.
Hat er irgendwie falsch verstanden...der alte Stecher.
Dann wollten wir richtig dick auffahren...Industriekultur und so...
...aber EDMÄN hatte schon wieder Hunger. Also haben wir ihm das freundliche Wurstthekengesicht beigebracht. 
Den Rest des Tages hat er dann in töfter Gesellschaft anne Trinkhalle ausklingen lassen.
So. Falls EDMÄN wieder einmal das Ruhrgebiet bereisen sollte, muss er keinerlei Gesichtsverlust fürchten, denn...
...er hat die Leute hier astrein im Griff...

...und weiß ganz genau, wo der Hund begraben liegt.
Mit anderen Worten: EDMÄN sieht das Ruhrgebiet nun mit ganz anderen Augen und besteht eindringlich darauf, uns am kommenden Dienstag in der Kölner Kulturkirche begrüßen zu dürfen, HERR SCHORN!

Und wenn uns dieser Gegenbesuch nun verwehrt bleibt, dann soll ganz 1LIVE beim Kacken der Blitz treffen heul ich.
Merke I: Freund besteht darauf, dass ich hier verlauten lasse, dass der Vergleich zwischen dem doofen Bermudadreieck und Mallorca hinkt.

Merke II: Ich bin übrigens 1LIVE-Sektorvisionärin. Und eigentlich habe ich wirklich nur eine einzige Vision...und zwar von zwei Ed Sheeran Tickets in meinem Besitz. Danke.

Merke III: Frohe Ostern!

Merke IV: Eine kleine Schüppe Making-of…


Ein Rehchen zum Käffchen?!

17. April 2014

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, in letzter Zeit könnte man ja durchaus meinen, dass ich meine Ruhrgebietsliebe an den Nagel gehängt hätte, um mich nur noch in recht schnarchigen Wochenrückblicken zu ergehen. Das ist natürlich totaler Schwachsinn. Der Pott und ich sind nach wie vor total tolle Kumpels.

Und deshalb serviere ich Euch heute endlich mal wieder eine exzellente Ausflugsempfehlung! Das nächste Mal, wenn Ihr irgendwo mit irgendwem ein Käffchen trinken wollt, packt Euch doch einfach mal ne Thermoskanne und 'n lecker Bütterken ein und fahrt nach Haltern in den Naturwildpark Granat. Da kann man nämlich beim Quasseln und Kaffeetrinken Rehe (REHE!) streicheln. In nem Café hocken und vor ne Wand gucken kann schließlich jeder!


Ehe man den Rehen LekkiLekki in den zarten Schlund werfen kann, passiert man allerdings zunächst einmal eine Horde Wildschweine. Die haben natürlich auch Hunger und fressen einem nicht nur gut und gerne aus der Hand, sondern werfen sich einem sogar höchst elegant vor die Füße, wenn man sie anständig schubbert...


So ne ordentliche Runde Schweine-Geschubber finde ich ja schon ganz schön sehr gut, aber richtig beeindruckt hat mich dann einige Meter weiter der Nandu-Mann, der seine Weibchen rigoros vor mir und meinem Kamera-Gehampel abschirmte. Nun könnten böse Geister von Zufall reden, aber ich sachet Euch: NIX ZUFALL! Der wollte nicht, dass ich seine Ollen fotografiere. Echt jetzt! Aber davon abgesehen: Wie abgefahren sind denn bitte diese Federn da...äh...an dem Vogel dran?


Federkleid hin oder her...NOCH toller sind natürlich muckelige Kängurus! Leider hockten die Schätzekens weit weg hinter einem Zaun rum und ich konnte ihnen nur mit meinem Zoom-Objektiv ein wenig auf die Muckelpelle rücken...


Apropos Pelle: Diese Familie kenne ich gar nicht, aber ich bin ihnen schamlos auf die Pelle gerückt, um zu beweisen, dass man hier tatsächlich picknicken UND Rehe füttern kann...GLEICHZEITIG!


Und wer jetzt noch rumnölt und sagt "Pfff, Rehe durch Zäune füttern, ist doch doooof!", dem sei gesagt, dass man sich nur noch ein paar Meter weiter bewegen muss, um plötzlich in einem echten Wildtierwunderland zu stehen! Rehe, Rehe, Rehe, Rehe und Hirsche. Freilaufend. Freundlich. Und HANDZAHM! Lasst es mich so sagen: Ich hatte ein bisschen sehr viel Spaß inne Backen!


Das folgende Reh hatte wohl offensichtlich einen Bad Hair Day. Tja. Soll vorkommen...


Vielleicht hat es auch aufgrund seines nachlässigen Stylings keinen Knutschpartner abbekommen?! Man weiß es nicht genau...


So. Und wer jetzt sein Käffchen immer noch lieber in einem Café trinken möchte, dem ist eiiindeutig nicht mehr zu helfen. Mit anderen Worten: toller Wildpark ohne Blingbling und Showgedöns, sondern mit viel Grün, tollen Tieren und weitläufigen Gehegen. Find ich gut super!

Merke: Rehe haben tolle, lange Schlabberzungen!

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