Gegen die eigene Alltagsblasiertheit

5. Juli 2015

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, ich möchte Euch etwas erzählen, das mir seit ein paar Tagen nicht mehr ausm Kopf geht.

Am Donnerstag habe ich endlich mal den Hintern hochbekommen und bin zum Bürgeramt gedackelt, um mir einen Reisepass und auch einen neuen Perso machen zu lassen. Das schiebe ich nämlich schon ewig vor mir her. Nun bin ich ja manchmal voll nicht schlau und deshalb lief das Ganze erst mal so ab:



Joa. Nix Foto, nix Pass. Aber da meine Wartemarke mir eh verhieß, dass ich nun noch gepflegte 3 Stündchen (WAAAATT?!) zu warten hätte, konnte ich ja gut und gerne noch so doofe biometrische Dinger machen lassen gehen. Also ab zum Fotofritzen umme Ecke, aber:


Joa. Gut. Fahr ich halt nach Rüttenscheid. Da wird schon irgendwo so ne Knipsbude sein. Knipsbude gefunden, sofort dran gekommen, doofe Fotos erhalten, auf denen mein Pony aussieht wie ne Oppaglatze mit 5 sorgsam drüber gekämmten Haarsträhnen. Egal, Karl. Zurück nach Steele, anderthalb Stunden im Stau gestanden und dann im Wartebereich des Bürgeramtes rumgelungert bis ich endlich dran war.


Ich darf an Schalter XY vorstellig werden. Das ist der Schreibtisch in der hinterletzten Ecke und an ihm sitzt ein sehr betagter Mann. So betagt, dass ich denke: "Was macht der hier?! Der sollte doch LÄNGST verrentet sein!" und "Oh Gott, wie der schon guckt...!". Der guckte nämlich doof. So "Ich check eh nix mehr"-doof. Aber nun gut, ich will schließlich was von dem...nämlich zwei Pässe, also schön freundlich gelächelt und hingesetzt.

Ich trage mein Anliegen vor. Pässe. Plural. Oppa so: "Nö, junges Frollein! So geht das hier nicht. Sie haben am Schalterautomaten nur EIN Anliegen angegeben. Wir machen jetzt mal schön nur Ihren Personalausweis. Hier ist jetzt alles zeitlich getaktet und da müssen Sie sich schon an die Anweisungen halten, die der Computer Ihnen gibt. Hamse nicht richtig gelesen, ne?! Nur so huschhusch. Tja. Selbst schuld. Ich kann heute jedenfalls nicht mehr für Sie tun. Aber Sie können ja eine neue Marke ziehen und ich sehe Sie dann kurz vor Feierabend noch mal wieder."

Natürlich bin ich entrüstet! Ich zieh doch nicht NOCH MAL so ne Marke und warte NOCH MAL 3 Stunden oder so! Außerdem hat der "Frollein" zu mir gesagt. Ich HASSE es, wenn man FROLLEIN zu mir sagt! Und auuuußerdem bin ich froh, dass ich überhaupt endlich mal den Hintern hochbekommen habe! Das schaffe ich doch frühestens in 9 Monaten wieder!

Nun hatte ich zwei Optionen: Flunsch ziehen und stänkern oder freundlich Mimimimimi machen. Ich hasse Mimimimimi, aber manchmal ist Mimimimimi voll schlau. Also entschied ich mir für "voll schlau" und säuselte "Oh nein! Wie konnte ich das nur übersehen? Wie dumm von mir! Oh je, kann ich gut verstehen, dass Sie sich da an die Vorgaben halten müssen. Bürokratie ist halt kein leichtes Geschäft...blabla!".

Und plötzlich der Oppa so: "Naja, ich guck mal was sich machen lässt. Gebense mal Ihr Foto her."

So. Nun saß ich da und hab mich natürlich innerlich beömmelt, weil Mimimimimi offensichtlich zu funktionieren schien. Wohlgemerkt in Kombination mit Schnütchen und Augenaufschlag. Aber dann fing der Oppa an, mich zu belehren. Über das Bürgeramt, meine Fotos, die Welt, das Wetter. Und ich werde nur so mittelgerne von wildfremden Menschen belehrt. Aber schön weiter die Zähne zusammengebissen und ein reizendes Lächeln nach dem anderen rausgepresst. Und immer schön genickt.

Nun war der Oppa sehr langsam. SEHR langsam. Und ich hatte keinen Bock, war undercover-gereizt, mir war warm und die Luft war schlecht. Genauer: Es stank. Sehr. Nach Multivitamin-Tablette gepaart mit Mundgeruch. Und während ich noch so "Bah, bah!" dachte, sabberte der Oppa ein Stückchen Irgendwas AUF meinen abgelaufenen Ausweis, der vor ihm lag. Nach ein paar Sekunden fiel ihm das dann auch auf und er wischte es mit der Hand weg. Und zwar so, dass es eine Schmierspur auf meinem Ausweis hinterließ. Mein Blick fiel auf seine Hände. Ekelhafte Hände! Sehr, sehr ungepflegt, viel zu lange, dreckige und krumme Fingernägel. BAH, BAH! Aber schön weiter lächeln und nicken...

Meine Kleinmädchennummer sorgte zwar dafür, dass der Oppa ECHT beide Pässe für mich beantragte, aber dafür musste ich mich behandeln lassen, als ob ich eine Zweitklässlerin wäre...mit einem IQ von 54. Ich glaube, ich habe selten Aggressionen mit solch einem liebreizenden Gesichtsausdruck gepaart. Ach was, selten?! NIE! NIEEEEE!

Innerlich habe ich geschimpft: "BAH! Ekeliger Typ! Wie kann man den mit Kundenkontakt betrauen? Wie kann der nur einfach so rumspucken? Warum schneidet der sich nicht der Nägel? Is ja ne optische Zumutung! Und boaaah, wie der stiiiiiinkt! Eine olfaktorische Zumutung!". All sowas eben.

Aber dann hatte ich es irgendwann überstanden, bekam meine Formulare in die Hand gedrückt und musste nur noch zahlen. Mission so gut wie complete.

Nun wollte ich mit ec-Karte zahlen. Meine Güte, ist der Mist TEUER! Also holte der Oppa das ec-Karten-Gerät. Und dann sah ich es. Ich sah, dass er seine rechte Hand "komisch" hielt. Gekrümmt. Wie eine Kralle. Und dann verstand ich es. Der Mann musste einen Schlaganfall gehabt haben. Und hatte es trotzdem zurück in die Arbeit geschafft.

Ich saß da und hab mich geschämt. Für meine gedachten Abfälligkeiten. Für meine blasierte Hochnäsigkeit. Für mein "Keinen-Meter-weiter-denken".

Der Mann KANN sich offensichtlich seine Fingernägel nicht anständig schneiden. Und wahrscheinlich weiß er selbst nur zu gut wie seine Hände aussehen. Na klar, er könnte zur Maniküre gehen. Aber welcher Oppa macht das schon?

Ich zahlte, bekam noch 1-2 oppamäßige Belehrungssprüche gedrückt und durfte gehen. Also ab nach Hause. Dort postete ich dann auf Instagram ein kleines Video von einem Ausflug zur Halde Pluto mit nebenstehendem Text:

[Nachtrag: Am Tag nach der Veröffentlichung dieses Posts habe ich den Namen des Beamten aus meinen Zeilen auf Instagram entfernt, da mir einige Kommentare in dieser Hinsicht zum Glück noch mal einen guten Denkanstoß gegeben haben. Ich habe den Namen nicht gelöscht, um mein Verhalten zu schönen, sondern um - soweit dies im Nachgang überhaupt noch möglich ist - ein wenig mehr im Sinne des Betroffenen zu handeln. An dieser Stelle eine ernst gemeinte Entschuldigung dafür, dass ich das nicht im Vorfeld selbst bedacht habe. Das war wirklich dumm. Genaueres hierzu ist dem Kommentarverlauf unterhalb des Posts zu entnehmen.]


So. Ich habe das geschrieben, OBWOHL ich das mit dem Schlaganfall gecheckt hatte. Weil ich einfach irgendwas Lustiges rausschnoddern wollte. Es folgten Kommentare à la: "Mein Papa heißt auch X und ist kein Lama." und "X hat nicht gespuckt, dem ist nur sein Gebiss verrutscht." und "Ihhh. Im Bürgeramt Steele? Da sitzt so ein Typ, der ist echt [Schockgesicht-Smiley]." und "Der sitzt da schon seit Jahr und Tag. Der ist voll usselig. Schon als Kind fand ich den komisch."

Die ganze Kiste ist nun 3 Tage her und geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Weil ich mich immer noch schäme. Weil ich nicht richtig hingeguckt habe. Weil ich nicht nachgedacht habe. Weil ich es schließlich DOCH NOCH geschnallt und mich dann TROTZDEM noch lustig darüber gemacht habe. Weil ich dafür gesorgt habe, dass Andere darauf einsteigen. Weil ich mich wie ein Arsch benommen habe. Weil Alltagsblasiertheit auf Kosten Anderer einfach ECHT daneben ist! Weil es toll ist, dass der Oppa trotz seiner Einschränkungen diesen Job überhaupt macht, anstatt sich inne Ecke zu hocken!

Ich habe vor vielen Jahren mal im Rahmen eines Praktikums mit Schlaganfallpatienten zu tun gehabt und sehr nah mitbekommen wie sehr da teilweise gekämpft werden muss, um die kleinsten Kleinigkeiten neu zu erlernen. Das Sprechen, die Motorik...und ja, diese Schlaganfallpatienten haben auch gesabbert, gespuckt, hatten ekelige Hände und wirkten insgesamt einfach usselig. Aber alter Vatter, das könnte mir auch passieren. Oder Euch. Und dann sitzt man da und soll sich auslachen oder ekelig finden lassen wegen doofer Fingernägel oder einem gespuckten Bröckchen, während man sich für jeden Mist voll die Mühe geben muss?

Ich schreibe diesen Post, um mir selbst eine laute Ohrfeige zu verpassen. Und weil ich glaube, dass wir alle mal ab und an ein wenig genauer über unsere kleinen Blasiertheiten des Alltags nachdenken müssen, um fair, menschlich und herzlich zu bleiben. Denn das ist das, was zählt. Keine tiptop Fingernägel. Und Scheiß auf den Ausweis...den kann man abwischen, ne?!

So. Das musste raus. Ist vielleicht wichtiger als Trallafitti und Lekkilekki.

Merke: Nie wieder Witze auf Kosten Anderer machen, wenn man es eigentlich besser weiß.
Sowas hängt einem echt nach.


Kommentare

  1. Hallo Juli - du hast natürlich total recht - trotzdem hat er dich Frollein (was gar nicht geht) genannt und dich wie ne Zweitklässerin behandelt. Es gibt auch Menschen, die sind NACH einem Schlaganfall immer noch Idioten ;o)
    Beste Grüße Merle

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    1. Klar, aber ich hab mich ja wer weiß wie über sein Erscheinungsbild aufgeregt. Über seine Hände. Sein Gespucke. Das sind zwei paar Schuhe. Wenn ich nur gedacht oder gesagt hätte "Doofer Typ!", dann wäre das okay gewesen. Aber es hatte einfach einen ganz anderen Touch...und dann hab ich das auch noch breitgetreten. DARUM geht es mir :)

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  2. Ist mir im Schwimmbad passiert. So'n komischer Typ klatscht jedesmal wenn ich das Ende der Bahn erreicht habe. Weil Sport für mich als Dicke eh kein einfaches Thema ist hab ich den irgendwann sehr unflätig angekeift ... Als er mir mit Mühe und total verängstigt geantwortet hat hab ich erst kapiert daß das kein Arschloch war, der sich über die Dicke lustig machen wollte ... Sondern jemand, der ein Handicap hat und freundlich sein wollte. So geschämt wie an dem Tag habe ich mich lange nicht.

    So schwer ist mir auch nie eine Entschuldigung gefallen wie da. Es hat mich echt erschreckt wie schnell ich mein Urteil gefällt habe weil ich Scheuklappen auf hatte. Von daher, Hut ab für Dein Wort zum Sonntag.

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  3. Mach dir kein Kopp Julie. In der heutigen Zeit ist es normal, leider das man vorschnell urteilt. Das is halt unsere Gesellschaft. Aber Daumen hoch das du das gepostet hast. Das macht dich sehr sympathisch.

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    1. Ich sehe das wie Petra, die unter Deinem Kommentar schreibt: "Nen Kopp sollten wir uns vielleicht viel öfter mal machen." :) Der Kopp is schließlich zum Denken da, ne?! ;)

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  4. Fehler macht sicher jeder, aber nicht jeder bemerkt, dass er sich falsch verhalten hat. Vielen ist es scheißegal und manche genießen es sogar, andere vorzuführen. Leider heute auch gang und gäbe in vielen TV-Sendeformaten. Es zu bemerken und es dann auch noch in der Öffentlichkeit zuzugeben, das zeugt von wahrer Größe. Ich liebe deine Berichte über Trallafitti und Lekkilekki, aber heute hast du wirklich etwas Herausragendes und Nachahmenswertes gepostet. Meine Bewunderung! Ich hoffe, dass ich mir da auch künftig selbst häufiger mal an die eigene Nase packen werde. Und an den vorherigen Schreiber: “Nen Kopp“ sollten wir uns vielleicht viel öfter mal machen. Früher gab's diesen dösigen Spruch “Vor Inbetriebnahme des Mundwerkes, Gehirn einschalten!“ Heute würde man sagen: “Statt deeeeen Wahnsinnsjoke rauszuhauen, ...... mach dir nen Kopp!!!!!“
    Danke für deine Ehrlichkeit und deinen Mut und einen herzlichen, bewundernden Gruß
    Petra

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  5. Na prima. Da schafft es mein Kommentar in deinen Blog und dann mit sowas. Aber es geht ja hier nicht um mich. Ein ähnliches Thema greift ja auch Fee diese Woche auf. Von deiner Selbstkritik kann sich jeder eine Scheibe abschneiden, das kann nicht schaden. Vorurteile und Schubladendenken davor ist wohl kaum einer gefeit, nehme mich nicht aus. Werde zukünftig noch mehr über Kommentare nachdenken, ehe ich sie mache. Danke für den Denkanstoß.

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  6. Daniel Wimmer, Stadt Essen / Social Media-Team5. Juli 2015 um 15:05

    Im Namen unseres Kollegen sagen wir Danke für die Klarstellung! Der Stadt Essen als Arbeitgeberin ist es wichtig, Kolleginnen und Kollegen mit Behinderungen oder nach einer schweren Krankheit wieder in den Arbeitsalltag zu integrieren. Zum einen natürlich ganz im Sinne der Betroffenen selbst, zum anderen aber auch, um die Kolleginnen und Kollegen mit wertvoller Arbeitskraft zu unterstützen - auch wenn die Arbeitskraft in so einem Fall dann nicht immer 100% betragen kann. Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag noch!

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    1. Hallo Herr Wimmer, ich habe etwas weiter unten zu den Reaktionen auf diesen Blogpost Stellung bezogen. Vielleicht möchten auch Sie sich meine Nachgang-Gedanken durchlesen :)

      Mit besten Grüßen aus Steele
      Juli

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  7. Erst einmal danke liebe Juli!
    Ich mag solche ehrlichen Artikel, die findet man im Netz leider viel zu selten. Über sich selbst in aller Öffentlichkeit zu reflektieren kann ja leider auch nach hinten losgehen. In so einem Fall würdest du dann quasi auf dem gleichen Stuhl sitzen wie der werte Herr aus deinem Artikel - nämlich gemessen werden an einem kleinen Teil deiner Persönlichkeit.

    Worauf ich damit hinaus will - so löblich wie ich deine Einsicht finde, von nun an mit offeneren Augen durch die Welt zu gehen und Menschen nicht so vorschnell zu verurteilen, vermisse ich doch etwas bzw. stösst mir etwas sauer auf.

    Vielleicht kommt das bei mir auch einfach falsch an, aber für mich hört sich das so an wie "weil er aufgrund seiner Behinderung so ungepflegt ist, kann ich ihm das ja jetzt nachsehen und schäme mich ob meiner Gedanken und Taten". Und er wenn eben keine Beeinträchtigung gehabt hätte (oder keine sichtbare), dann wäre die Lästerei darüber völlig ok gewesen? Auch wenn dieser Mensch für dich und deine Augen, Ohren und Nase anstrengend war, ist es dann ok über diesen so herzuziehen (und das vor allem auch noch öffentlich)?

    Versteh mich jetzt nicht falsch. Ich kann mich von solchen Gedanken auch nicht komplett freisprechen. Worauf ich hinaus will ist, dass es schon viel eher im Kopf Klick machen sollte, nicht erst, wenn nach unserem Weltbild die Person vor uns einen OK-Stempel wegen besonderer Umstände verdient hat.
    Einfach mal Mensch Mensch seien lassen. Da hat im Übrigen auch nicht nur dein Gegenüber was von, sondern du auch. Das treibt den eigenen Stresspegel nämlich nicht so in die Höhe. Die paar Minuten, die man solchen Menschen in der Regel begegnet und danach ja meistens nie wieder, sind die es dir wert dir so einen Stress zu machen und deine Gedanken daran zu verschwenden darüber nachzudenken, was dieser Mensch tut oder sagt oder wie er lebt?

    Wie gesagt, das soll kein totales Mimimi sein, nur mal so ein paar Gedankenanregungen. Vielleicht kam das bei mir ja auch falsch an.

    Liebe Grüße
    Astrid

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    1. Ich hatte so ziemlich die selben Gedanken wie Astrid, nur hätte ich sie wohl sicher nicht so schön geschrieben gekriegt.

      Ich bin sehr froh, dass du diesen Blogpost hier verfasst und dich dazu offensichtlich selbstkritisch mit deinem Verhalten auseinander gesetzt hast.
      Um ehrlich zu sein, hat mich nämlich dein IG Post schon etwas stutzig gemacht. Ich dachte mir "Welcher Mensch spuckt den tatsächlich auf den Ausweis eines anderen?!" (vor allem in dieser Situation) und konnte es nicht so recht glauben und dachte mir, da muss mehr dahinter stecken. Auch wenn das vielleicht Wortklauberei sein mag, aber für mich ist auf etwas spucken tatsächlich etwas anderes als (aus Versehen) auf etwas zu "sabbern". Spucken bedeutet für mich, diese Person hat es absichtlich gemacht - und mir schien es, als sollte es in deinem IG Post auch genau so rüberkommen. Fand ich eher weniger toll.

      Ich glaube öfters erst mal richtig drüber nachdenken und dann etwas posten sollten wir uns alle mehr zu Herzen nehmen. Das schont die eigenen Nerven und ist mit Sicherheit auch förderlich für den Umgang miteinander.

      Ich hoffe sehr, dass dieses Erlebnis für dich einen Anlass darstellt dich von nun an häufiger selbst zu hinterfragen. Auch wenn ich deine Trallafitti Blogposts wirklich gerne mag, die anderen, bei denen die ganze Welt und alle Menschen immer blöd und böse sind, finde ich persönlich sehr unschön und unsympathisch.
      Damit will ich nicht sagen, dass sich nicht jeder Mal aufregt und wir alle mal solche Tage haben und Dampf ablassen wollen! Das ist nur menschlich und gut nachzuvollziehen!! Allerdings scheinen es häufiger Personen abzukriegen, die nichts dafür können..

      Aber auch das ist etwas, was vielleicht nur über das Lesen und virtuelle "Kennen" deiner Person zum Teil falsch ankommt und im Endeffekt gar nicht so ist.

      Liebe Grüße

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    2. Liebe Astrid, ich bin weiter unten sehr ausführlich auf die Kritikpunkte eingegangen. Vielleicht magst Du Dir meine Gedanken dazu durchlesen? Ich würde mich freuen!

      Hier an dieser Stelle will ich noch sagen, dass ich grundsätzlich der Meinung bin: Jeder wie er will und mit wem er will. Aber man darf auch mal was doof finden. Genauso wie man auch selbst von Anderen bestimmt mal doof gefunden wird. Nicht jeder wird meine extrovertierte Art mögen oder - wie ich letztens mal schrieb - davon angetan sein, wenn ich mit Enten spreche oder anderen "Quatsch" mache. Man findet halt mal was doof, unschön, ekelig oder sonstwas. Und wenn ich ehrlich bin, bin ich wirklich der Meinung, dass Menschen, die im Kundenkontakt arbeiten, auf ihr Erscheinungsbild achten sollten. Ungepflegtheit finde ich in solch einem Rahmen wirklich nicht gut. Aber wenn der- oder diejenige offensichtlich nicht anders kann, ist die Sachlage für mich tatsächlich eine andere. Das Gleiche trifft auf das Thema Rechtschreibung zu. Wenn man Texte für die Öffentlichkeit verfasst, sollte man auf die Rechtschreibung achten. Wenn man das nicht gut kann, dann kann man ein Rechtschreibprogramm drüber laufen lassen. Das ist einfach höflich. Man serviert etwas zum allgemeinen Konsum. Wenn man z.B. eine Suppe kocht, um sie Anderen zu kredenzen, möchte man das Gericht ja auch nicht mit Haaren im Teller servieren. Damit will ich sagen: Wer KANN, sollte auf eine korrekte Rechtschreibung achten. Wer aber Legastheniker ist, ist einfach mit anderen Grundvoraussetzungen gebeutelt und dann ziehe ich meinen Hut davor, dass der- oder diejenige überhaupt öffentlich schreibt, obwohl er oder sie um seine Schreibfehler weiß.

      Ich habe mir da seit gestern wirklich viele Gedanken drüber gemacht. Ich kann Deinen Gedankengang verstehen, sehe diesen Punkt nur wirklich anders. In bestimmten Zusammenhängen sind für mich manche "Dinge" einfach okayer als ohne diese Zusammenhänge. Man muss den Menschen im Rahmen seiner Möglichkeiten sehen. Also jeden Menschen...ganz allgemein. Und das tue ich gerne, wenn ich um den Rahmen weiß. Ansonsten erlaube ich mir aber, auch mal etwas doof oder ekelig zu finden. Ich glaube, das ist menschlich und nicht allzu böse.

      Liebe Grüße an Dich!

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    3. Noch mal an Astrid: Hätte der Herr keine gesundheitliche Beeinträchtigung, dann hätte ich es wirklich okay gefunden, wenn ich - wo auch immer - gesagt hätte: "Boah, mir hat da heute einer auf meinen Ausweis gespuckt." Das darf man meiner Meinung nach schon unappetitlich finden...aber ich hätte seinen Namen nicht verwenden dürfen. Das war einfach wirklich sehr daneben.

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    4. Lieber anonymer Kommentator oder liebe anonyme Kommentatorin, ich bin weiter unten sehr ausführlich auf die Kritikpunkte eingegangen und würde mich freuen, wenn Du Dir meine Antwort durchliest.

      Hier möchte ich aber noch sagen, dass ich mich als einen Menschen wahrnehme, der sich wirklich häufig kritisch hinterfragt und reflektiert. Manchmal vielleicht sogar zu sehr. Ich mache mir oft einen Kopf und gehe mit mir auch gerne kritisch ins Gericht, weil ich es wichtig finde, nicht stehen zu bleiben. Ich will lernen, besser werden, reifen...klingt irgendwie doof, aber so ist es.

      Aufgrund Deines Kommentars habe ich seit gestern viel über Selbst- und Fremdwahrnehmung nachgedacht. Und klar...da besteht sicherlich immer eine deutliche Differenz. ICH kenne mich ja und ich weiß, dass ich anderen Menschen gegenüber grundsätzlich eine sehr annehmende Haltung habe. Ich bin Sozialpädagogin...und das sicherlich nicht, weil ich gerne auf Schritt und Tritt gerne über Andere richte und mich über sie erheben will. Vielleicht entsteht vor diesem Hintergrund auch meine Selbstwahrnehmung. Eben WEIL ich der Meinung bin, dass ich grundsätzlich sehr viel Verständnis für andere Menschen und ihre Macken und Eigenarten an den Tag lege, erlaube ich mir, auch mal zu moppern. Das relativiert sich für mich irgendwie. Aber das kann natürlich nur in meinem eigenen Kopf stattfinden oder von den Leuten, die mit mir befreundet sind, entsprechend wahrgenommen werden. Jemand, der mich nicht kennt, mag mich angesichts dieser Posts vielleicht auch einfach unsympathisch finden...das kann sein. Ich glaube, ich bin ein sehr herzlicher Mensch. Aber eben auch ein Mopperkopp. Und das ist für mich okay. Dass Du meine "Böse Welt"-Posts dahingehend wahrnimmst, dass ich mich auf Kosten Anderer auslasse, hat mich wirklich erschrocken und zum Nachdenken angeregt, aber darauf gehe ich in meiner Antwort weiter unten ausführlicher ein.

      Dir möchte ich gerne noch sagen, dass ich es schade finde, dass Du Deinen doch recht wertenden Kommentar (...die Wertung ist als solche vollkommen okay!) hier anonym hinterlassen hast. Ich stehe hier mit meinem Gesicht zu meinem Fehlverhalten und Du stehst zu Deiner Kritik nicht mal mit Deinem Namen.

      Liebe Grüße
      Juli

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  8. Ich mag Deine Schreibe! :-D Zum Glück gibt es Selbstreflektion, zumal man sich bei egal welche/r(m) nervenden Tätigkeit/Zustand (warten, mit unfreundlichen Menschen zu tun haben, selber krank sein und z.B. dabei noch was machen wollen/müssen) nur selber nicht gut tut, wenn man sich dann voll auf dieses genervte/verletzte(beliebig ersetzen) Gefühl einlässt und dem Gegenüber meist auch nicht. Geht manchmal nicht anders, is abba so... Schön, dass er dort noch eine Aufgabe hat und sich gebraucht fühlen darf. Also könnte man auch ihm verzeihen für seine belehrende Art. Ein bisschen mehr Zen würde uns allen Gut tun, dann würden wir solche Dinge vielleicht in diesem Augenblick nicht überseh´n. Zumal man meist selber derjenige welcher ist, der in diesem Augenblick die grundlegend kritisierte Eigenschaft verkörpert. Sorry, wollte Dich latürnich nur(nicht) belehren, Frolein. :D *hehe* https://vimeo.com/11533781 LG Matthias

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  9. Liebe Juli,

    ich habe vorhin deinen Artikel gelesen und fand ihn im ersten Moment ebenso selbstreflektiert, wie viele der Kommentatoren hier oder auf FB oder Instagram.
    Nur lässt er mich aber auch nicht los. Zuallererst möchte ich sagen, dass ich nicht zu den Gutmenschen zähle. Ich lästere gern und viel, bin nicht gerade tolerant was meinen beruflichen Berrich betrifft und denke oft, dass ich schon immer alles richtig mache. Das ist natürlich keinesfalls so, ebenso zu verurteilen und vor allem Karmamäßig richtig kacke.
    Der Unterschied zu dir ist, dass ich es nicht socialmediamäßig breittrete und dafür noch Lorbeeren einheimse.
    In deinem Artikel zählst du nochmals, nun für alle lesbar und nachhaltig nachvollziehbar alle Grausamkeiten auf die du diesem Menschen gedanklich an den Kopf geworfen hast. Du nennst seinen Namen (wobei ich immer noch hoffe, dass es nicht sein echter ist) und begünstigst so einen "HelmutTourismus" par excellence... Ich bin mir sicher, dass nicht alle Menschen so selbstreflektiert ihre Fehler einsehen und auf IG konnte man ja auch nachlesen, dass der Herr wiedererkannt wurde...

    Die Frage ist, warum der Post, der so ja aufrütteln sollte nicht ein wenig zurückhaltender formuliert ist, warum der IG Eintrag nicht gelöscht ist und warum du nicht einfach still hältst und dem Beamten ein Blümchen schickst...

    Liebe Grüße
    Monika

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    1. Liebe Monika, ich gehe auf Deinen Kritik weiter unten sehr ausführlich ein und würde mich freuen, wenn Du Dir meine Gedanken dazu durchliest.

      An dieser Stelle nur noch: Ich habe diesen Artikel nicht geschrieben, um Lorbeeren einzuheimsen. Ich habe ihn geschrieben, weil ich den Herren schon an anderer Stelle in die Öffentlichkeit gezerrt hatte und eine öffentliche und ehrliche Stellungnahme für angemessener hielt, als die ganze Kiste unter den Teppich zu kehren. Dass dies aber zu einfach gedacht war, habe ich mittlerweile erkannt und erkläre meine Überlegungen dazu weiter unten genauer.

      Liebe Grüße
      Juli

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    2. Noch mal hallo Monika, ich habe den Namen des Mannes jetzt nachträglich aus meinen Instagram-Postings und auch aus diesem Blogpost entfernt. Das macht den Ausgangsfehler nicht nichtig und der Name taucht jetzt auch immer noch in den Kommentaren auf. Ich wünschte, ich hätte das eher bedacht.

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  10. Die hat gesessen, die Selbst-Ohrfeige!
    Respekt!
    Liebe Grüße
    Christiane

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  11. Hallo Juli & an alle anderen,

    wow! Ich bin ganz baff: Da schaut man einen Tag nicht auf heimatPOTTential und schon entfacht sich hier so eine Debatte. Ziemlich kontrovers ging's ja her, ist aber wichtig, wie ich finde.

    Man unterstellt der Blogger-Community ja oft, dass vieles so seeehr Friede-Freude-Eierkuchen-Schönmalerei sei. Dass sich dein Blog ja BEWUSST davon abheben möchte, Juli, das hast du oft genug hier thematisiert. Ich persönlich finde das prima und muss in diesem Punkt einem vorherigen Post etwas widersprechen. Natürlich nur aus meiner persönlichen Sicht, denn die/der Kommentator/in schreibt ja auch, dass es SEINE/IHRE persönliche Meinung sei, dass die Post aus der "Böse Welt"-Rubrik nicht seinen/ihren Geschmack träfe. Mir gefallen Julis Post zu diesen Themen in 99% der Fälle, da sie eben EHRLICH sind und (in der Regel, daher ja die 99%) niemanden persönlich verletzen. Na klar kann man an sich arbeiten und versuchen, alle Menschen in jeder Situation so anzunehmen, wie sie eben sind. Das wäre aber eine sehr perfekte und - meines Erachtens - auch unrealistische Welt. Viel realistischer ist es für mich, dass man das Verhalten (nicht die Persönlichkeit eines Menschen an sich, die ja z.B. durch Behinderungen o.ä beeinträchtigt sein kann) von Menschen in bestimmten Situationen doof finden darf. Und wenn man einen persönlichen Blog schreibt, so wie Juli, dann darf man seinem Ärger auch mal Luft machen. Zumal Juli das in der Regel mit einem zwinkernden Auge und eben ganz klar auf die jeweilige Situation bezogen tut. Und eben nicht Menschen bewusst abqualifiziert oder als Menschen an sich verurteilt... Zumindest kam das bei mir immer so an.

    Dass das aber ab und an auch in die Hose gehen bzw. man über's Ziel hinausschießen kann, das thematisiert Juli ja selbstkritisch in diesem Post. Den ich, da muss ich auch vielen Vor-Kommentator/innen zustimmen, auch

    1) grundsätzlich begrüße und ziemlich mutig finde. Juli offenbart hier ganz schön viel von sich und ihren Schwächen. Dafür habe ich großen Respekt. Zumal sie sich bewusst auch der Kritik ihrer Leser/innen aussetzt - das ist als Bloggerin sicherlich gar nicht so leicht. Schließlich liegt einem gerade die Reaktion der Leser/innen als Adressat/innen ja am Herzen.

    2) Andererseits sehe ich aber auch die Kritikpunkte. Vielleicht hätte man tatsächlich den guten Herren ein wenig stärker anonymisieren und seine Beeinträchtigungen etwas weniger drastisch schildern können. Ich denke bzw. hoffe aber nicht, dass sich daraus ein "Helmut-Tourismus" ergeben wird - und wenn, läge das ja gerade an UNS als Leser/innen, die offensichtlich die Message von Julis Post nicht verstanden hätten.

    Ich nehme an, dass es dir, Juli, einfach wichtig war, in diesem Post alles ungeschönt und ehrlich rüberzubringen. Das Thema "Vorschnell über andere Urteilen" ist SO wichtig und wir brauchen Menschen wie dich, die offen zugeben, wenn sie Mist gebaut haben.

    Von daher: Danke für deinen Mut, danke für diesen Post! Und auch wenn ich mit manchen Vor-Kommentaren, wie geschrieben, nicht ganz übereinstimmte bzw. diese ein wenig zu hart/als zu hohe Maßstäbe-anlegend empfinde, finde ich gerade diese kritischen Kommentare auch SO wichtig in der Bloggerwelt. Nimm die Kritik auch als Bestätigung dafür, Juli, dass deine Leser/innen dir hier ehrlich ihre Meinung sagen. Dann kann man im Umkehrschluss auch sicher sein, dass die vielen positiven Kommentare auch ehrlich gemeint und nicht dem erwähnten "Friede-Freude-Eierkuchen-Alles-toll-Finden-Gerede" geschuldet sind :)

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    1. (I)

      Liebe Katharina, ich war gestern den ganzen Tag bis spät in die Nacht unterwegs und hatte deshalb keine Zeit, auf die Kommentare zu diesem Post einzugehen, aber ich habe sie natürlich trotzdem unterwegs gelesen und mich stellenweise unheimlich erschrocken über das vorhandene Interpretations- und Diskussionspotential...und auch über die Kritik. Das alles musste erst mal sacken und ich musste versuchen, die ganze Kiste aus einem anderen als dem meinen Blickwinkel zu betrachten. Im Kopf bin ich Erklärungen, Rechtfertigungen und was weiß ich noch alles durchgegangen und habe überlegt wie ich was am besten formulieren könnte, weil mir die Kritik natürlich nahe ging...auch die anonyme Anmerkung von weiter oben, dass ich mich in meinen "Böse Welt"-Posts öfter auf Kosten Anderer auslassen würde, hat mir sehr zu denken gegeben und ich habe versucht, so ehrlich ich konnte zu überlegen, ob das wirklich so ist. Ich werde mir meine Posts aus der Kategorie noch mal durchlesen müssen, um einmal ganz genau darauf zu achten, denn eigentlich habe ich diesen Eindruck von mir selbst nicht. Aber so ist das eben mit der Selbst- und Fremdwahrnehmung. Im Wesentlichen habe ich das Gefühl, dass ich mich in diesen Posts hauptsächlich selbst auf die Schüppe nehme. Dass ich mich auf meine eigenen Kosten auslasse...mit einem Augenzwinkern. In meinen Hasskappen-Posts schimpfe ich vielleicht mal auf zu langsame Autofahrer oder so, aber ich glaube, dass ich in der Regel nicht persönlich werde, sondern mich an Verallgemeinerungen halte. Eine Ausnahme fällt mir da ein und rückblickend muss ich sagen, dass das auch kein guter Artikel war. Ich hätte ihn mir schenken sollen. Aber darüber hinaus dachte ich, dass diese Posts eigentlich eher sehr selbstironisch sind. Ich halte die Welt auch nicht für BÖSE. Auch das ist ironisch gemeint. Man selbst verzapft Bockmist, stellt sich tüddelig an, ärgert sich ein wenig über sich selbst und ruft dann lachend "PAH! Böse Welt!". So sind diese Posts gemeint. Aber wie gesagt...ich werde sie noch mal lesen und es mit einem anderen Blick versuchen.

      Worauf ich eigentlich hinaus will: Ich war gestern verdammt dankbar, als ich Deinen Kommentar gelesen habe! Du hast in etwa das geschrieben, was mir durch den Kopf ging...was ich aber nicht antworten konnte, weil ich eben unterwegs war. Und ich wollte auf diese Kommentare nicht hinterm Steuer aufm Standstreifen mit ein wenig Handygetippe eingehen.

      Ich habe mich im Nachgang unheimlich geärgert, dass ich den Herren überhaupt beim Namen genannt hatte. Aber ich habe es eben leider wirklich getan. Das war richtig, richtig scheisse. Ich hätte im Nachhinein hingehen und den Post auf Instagram löschen können, um meine Weste nach außen hin reiner zu waschen. Ich hätte den Namen "Helmut" auch nachträglich entfernen können. Und wahrscheinlich hätte ich genau das tun sollen. Aber gestern dachte ich einfach, dass die ehrlichste Darstellung die richtigste wäre. Ich habe auch hier in diesem Artikel extra so detailliert meine Gedanken über den Mann beschrieben. Nicht, weil ich ihn vorführen wollte, sondern weil sich das Drastische meiner Meinung nach wirklich nur durch die Härte meiner Gedanken erklärt. Ich war WIRKLICH ein blasiertes Arschloch. Und das wollte ich nicht schönen. Ich dachte, die ehrlichste Variante wäre die beste...ohne noch im Nachgang irgendetwas zurecht zu biegen. Aber in Helmuts Sinne hätte ich das tun sollen. Nur habe ich soweit leider nicht gedacht und das tut mir sehr leid.

      Ich habe mich auch richtig erschrocken, als ich gesehen habe, dass sogar die Stadt Essen diesen Post kommentiert hat. Das klingt vielleicht bescheuert, aber ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass "die Stadt" meinen Blog lesen könnte. Auch da denke ich JETZT: "Joa, hätte mir ruhig mal in den Sinn kommen können!" :(

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    2. (II)

      Ich selbst empfinde mich als total normalen Popel. Als einen "zufällig" bloggenden Popel. Ich bin ein Hans Wurst wie alle Anderen auch und habe wirklich oft nicht auf dem Schirm wie weitreichend meine Posts sind oder sein können. Ich weiß, dass mein Blog eine sehr hohe Reichweite hat, aber das sind Zahlen, die ich der Statistik entnehme. In meinem Kopf fühlt sich das einfach anders an und ich sollte die Zahlen wohl wirklich in dem Sinne ernster nehmen, als dass ich mir öfter vor Augen führe, dass Zahlen nicht nur Zahlen, sondern in diesem Falle Leser und echte Menschen sind, die eben auch bei der Stadt Essen arbeiten können. Ich weiß wie naiv das klingt, aber ich glaube, dass man sich selbst als Blogger oft gar nicht diese Wichtigkeit/Reichweite zuschreibt, weil man sich ja selbst im Alltag erlebt...und zwar als Hans Wurst und nicht als jemanden mit einer etwaig großartig relevanten Stimme.

      Vor 2-3 Jahren hat mir da schon mal jemand einen Denkanstoß gegeben. Ich war bei einer Dinnerveranstaltung, bei der man weder die Gastgeber noch die Gäste kannte. Im Laufe des Abends kam die Sprache auf meinen Blog und mein Sitznachbar, der für Restaurantführer (oder so) schrieb, sagte mir auf den Kopf zu, dass er es scheiße finden würde, dass ich auf meinem Blog manche Restaurantbesuche genau SO negativ darstellte wie ich sie erlebt hätte. Ich dann so: "Ja aber das ist doch nur die WAHRHEIT!". Und er antwortete: "Ja, das mag sein, aber mit dieser Wahrheit kannst Du Existenzen zerstören, weil Dein Blog von tausenden von Leuten gelesen wird. Das ist Geschäftsschädigung."

      Ich war ECHT geschockt! ICH sollte Existenzen zerstören können? Mit meinem Geschreibsel? So ein Unsinn! Aber für den kleinstmöglichen Fall, dass es sich dabei doch nicht um Unsinn handeln könnte, habe ich NIE WIEDER eine negative Rezension über IRGENDWAS geschrieben. Das Höchste der Gefühle ist dann mal ein vorsichtiger Nebensatz, wenn ich etwas nicht so gut finde. Also berichte ich seit JAHREN nur noch über positive Erlebnisse. Ich will kein Arsch sein, der eventuell Existenzen zerstört.

      Damit will ich einfach nur sagen: Man selbst spricht sich sowas gar nicht groß zu. Meinungsmache, die breit gestreut etwas ausrichten könnte. Weil man immer denkt "Das bin doch 'nur' ich, die hier schreibt." - aber wie gesagt, das ist wohl sehr naiv von mir und ich werde da künftig besser drauf achten müssen. Mir begegnen immer mal wieder Leute, die mich als "Frau heimatPOTTential" für irgendwas Besonderes halten. Das ist immer furchtbar skurril. Meine Freunde kennen mich...die wissen: Juli is auch nur n Pannekopp mit vielen Macken. Ich mache Fehler. Und manchmal auch online. Manche werden mir mit der Zeit selbst bewusst, auf manche macht man mich aufmerksam und ich muss sie erst mit ein wenig Mühe erkennen. Und bestimmt mache ich auch Fehler, die ich gar nicht schnalle.

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    3. (III)

      Ich hab ja nicht "Bloggerin" gelernt oder so. Und erst recht nicht "Bloggerin mit großer Reichweite". Ich wachse hier rein. Oder viel eher: Meist habe ich das Gefühl, heimatPOTTential ist voll die Lawine in meinem Leben und ich renne ständig vor ihr her, damit sie mich nicht überrollt. Es gibt in den Sozialen Medien so viel zu beachten, zu bedenken, zu verstehen und falsch und richtig zu machen...und ich glaube, es ist normal, wenn man dabei nicht immer perfekt ist. Ich bin weit davon entfernt, ein perfekter Mensch zu sein...und von daher bin ich erst recht kein perfekter Blogger.

      Ich kann nur versuchen, die Hinweise, die ich teilweise bekomme, ernst zu nehmen und mich selbst zu hinterfragen. Um in manche "Fallen" nicht mehr zu tappen, um Manches künftig besser oder richtiger zu machen. Manchmal denkt man einfach nicht in alle 10.000 Richtungen. Manchmal sieht man einfach nicht jede Nuance, die durchschimmern könnte. Manchmal glaubt man, dass "ein paar Meter weit" schon weit genug gedacht wäre, aber dann kommt jemand und zeigt einem auf, dass man doch gleich noch ein paar KILOMETER weiter hätte denken müssen. Und dann ist es aber für den jeweiligen Post zu spät und man denkt sich ggf. "Kacke. Stimmt."

      Und genau das trifft auf diesen Post zu. Ich hätte den Herren nicht beim Namen nennen sollen. Kacke. Stimmt! Passiert mir sicher nie wieder.

      Als ich den Namen auf Instagram ins Spiel gebracht hatte, hätte ich selbst nicht gedacht, dass ich einige Tage später einen Blogpost über die ganze Angelegenheit schreiben würde, der dem Namen und somit dem Herren dann solch eine Reichweite verschafft. Und gestern dachte ich wie gesagt einfach nur, dass es richtig wäre, vollkommen ehrlich zu schreiben wie ich mich verhalten habe...inklusive des miesen Instagrampostings.

      Liebe Katharina, noch mal ein verdammt herzliches Dankeschön für Deine Zeilen. Damit hast Du mir gestern wirklich geholfen <3 Es tat gut, zu lesen, dass sich jemand kritisch mit der ganzen Sache auseinandersetzt, aber trotzdem nicht zu dem harten Schluss des anonymen Kommentators oder der anonymen Kommentatorin kommt.

      Liebe Grüße
      Juli

      (Meine Antwort musste ich dritteln, weil das zu viele Zeichen für einen Kommentar waren.)

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    4. Liebe Juli,

      danke auch für deine lange, ausführliche und gewohnt ehrlich-selbstkritische Antwort. Es war super interessant, das zu lesen.

      Eigentlich ist das alles schon so umfassend und reflektiert, dass man nichts groß mehr zu schreiben müsste, aber kurz noch meine Sichtweise zum Thema Reichweite und damit verbunden Authentizität/Ehrlichkeit:

      Jaaaa, du (bzw. die Leute wie der Restaurant-Typ, der dir das gleich mal auf's Brot schmieren musste) hast schon irgendwie Recht: "Aus großer Macht erwächst große Verantwortung" (höhö, DER musste jetzt an dieser Stelle sein ;-) )... Aber wie du ja oben schon selbst schreibst: Auch wenn man nicht alle Folgen bzw. "Wer-das-lesen-könnte"-Eventualitäten absehen kann, bemühst du dich schon wirklich sehr. Ich finde, das merkt man an vielen Stellen in deinen Posts, auch wenn man - wie du richtig - sagst, natürlich als "Privatperson Juli" manchmal dann DOCH überrascht ist, wie groß die Reichweite bzw. der Einfluss des eigenen Geschreibsels ist. Eigentlich ne coole Sache - hey, die STADT ESSEN liest deinen Blog!!!

      Und in ganz wenigen Fällen (Post oben, dann der andere, von dem du schreibst) kann das auch mal negative Auswirkungen haben, weil einfach ZU persönlich geworden. Okay, passiert. Nobody's perfect, wie gesagt.

      Allerdings ist es mir als deine Leserin nochmal ganz wichtig zu betonen, dass ich NICHT finde, dass diese große Reichweite bzw. Verantwortung dich von ehrlicher und augenzwinkernd formulierter Kritik abhalten sollte. Denn DANN könnte dieser Blog ja tatsächlich auch eine reine Werbeveranstaltung sein, eine Plattform auf der man nur VOLL TOLLE Produkte, Events usw. anpreist. Wie gesagt, es hängt immer davon ab, was und wie man kritisiert. Es sollte immer bestimmte Verhaltensweisen bzw. doofe Situationen, die Menschen durch ihr Verhalten bewusst herbeiführen. betreffen. Und das finde ich, ist bei dir echt der Fall! Oben in dem Post z.B. an all den Stellen, wo du schreibst, wie der gute Mann dich nicht gerade kundenfreundlich behandelt. Find ich voll okay, das - auch in nem gernervt-verärgerten Ton - zu schreiben. Da darf man sich nämlich drüber ärgern, denn der Gute hätte sich ja auch echt anders verhalten können. Gleiches bei Restaurantbesuchen, wo der Service nun mal einfach schlecht war bzw. das Essen nicht schmeckte. In den 1, 2 Posts, die ich da im Hinterkopf habe, hast du das nämlich NIE fies, pauschal verurteilend und auf möglichst einfache Lacher abzielend geschrieben. Sondern im Gegenteil immer noch betont, dass das jetzt "schon der zweite Versuch wäre", aber die in dem Restaurant XYZ sich einfach sch... gegenüber ihren Gästen verhalten.

      Abschließend frage ich mich noch: Was haben denn diejenigen, die sowas kritisieren, für ein Bild vom Leser/der Leserin: Wir sind doch keine unmündigen kleinen Kinder, die 1) jeden, auch ironisch gemeinten Post 100% ernst nehmen und 2) dann diese Meinung zwangsläufig 1:1 übernehmen müssen. Ich muss jetzt nicht zu Helmut ins Bürgeramt pilgern oder zwangsläufig ein bestimmtes Restaurant meiden, weil du es kritisiert hast.

      Von daher: Selbstkritk und -reflexion ja - machst du ja aber auch schon. ABER auch ganz viel "Juli-Sein" inklusive "Böse-Welt-Geklage", wie sich das für einen persönlichen Blog auch gehört ;-)

      Hab noch einen schönen Tag!

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  12. Danke für diesen Post, ich finde es auch oft gar nicht so einfach, nicht auf solche Situationen "anzuspringen", oftmals wird das noch von anderen mit entsprechenden Sprüchen und Reaktionen unterstützt, so das sich so etwas auch noch hochschaukelt. Ich vresuche meist, eher nichts zu sagen, klappt zwar auch nicht immer, aber immer öfter.
    Einen schönen Start in die Wochen

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  13. Ach Juli, sowat passiert wohl den Meisten mal hin und wieder -mir zumindest schon. Kopp hoch und die Ohrfeige wirken lassen -beim nächsten mal machste's besser!

    n aufmunternden Gruß aus Bergerhausen!

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  14. Grmpf. Wurstfinger fressen Kommentar auf. Also nochmal die Kurzvariante:

    War doof, merkste selber. Und genau deshalb braucht man dir das nicht nochmal und nochmal dick aufs Brot schmieren. Schade, dass einige hier beim Lesen nur noch die Fehler sehen, ihren moralischen Zeigefinger erheben und dabei ausser Acht lassen, was für dicke Eier es braucht, sich so zu seinem Fehler zu bekennen. Ach watt, überhaupt den Fehler selber einzusehen ist manchmal ja schon verdammt noch mal nicht einfach! Deshalb: Hut ab für dich und diesen Post.

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  15. Nach Abschluss meines Studiums habe ich mit 26 Jahren begonnen, als Texter in einer Werbeagentur zu arbeiten. Zur gleichen Zeit hatte ich die ersten MS-Schübe. Anfangs waren die Reaktionen von Kunden auf meine vermeintliche Ungeschicktheit weitaus schmerzhafter, als die körperlichen Symptome. Mit den Jahren habe ich gelernt, das zu ignorieren. Eine Zeit lang bin ich offen mit der Krankheit umgegangen und habe viel Verständnis erfahren. Einerseits freut mich das natürlich, andererseits denke ich, dass es egal ist, ob Ungeschicktheit, Ungepflegtheit, Langsamkeit und all die anderen Dinge, die Leuten so gern auf die Nerven gehen, auf einer körperlichen Krankheit (wie MS, Parkinson oder einem Schlaganfall), seelischen Erkrankungen (Depression, Burn-out) oder einfach privaten Schwierigkeiten die jeden mal erwischen, basieren. Ein klein wenig mehr Geduld und Verständnis untereinader wäre schön.

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  16. Holy Dingenskirchen.
    Juli.
    Du hast mehr Eier als 99,9% aller Kerle, die ich kenne.
    Moppern ist menschlich (es sei denn, man ist Gutmensch, die kenn ich aber nur vom Hörensagen). Fehler machen auch.
    Fehler eingestehen, bereuen und draus lernen und das auch noch öffentlich, das ist groß.
    Hut ab. Von dir kann ich noch ne ganze Menge lernen.
    Conny

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  17. tolle aktion juli .
    fehler gemacht aus fehler gelernt . that's life .!
    hut ab :)

    lg sarah

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  18. Gelesen habe ich diesen Post ja erst gestern, darüber nachgedacht letzte Nacht. Verstehe die Aufregung nicht wirklich. Sicher war es suboptimal, den Namen des Betreffenden herauszuhauen, Fehler gemacht, Fehler eingesehen und Fehler korrigiert, gut ist.

    Was dein Gespräch mit dem „Journalisten“ und das vernichten von Existenzen anbelangt, muss ich klar sagen, dass derjenige, der Schlechtes abliefert selbst den größten Anteil an seinem Untergang hat. Macht er Qualität, wird sich das unter Berücksichtigung einiger anderer Faktoren, durchsetzen.

    Vor ca. anderthalb Jahrzehnten schurb ich mal eine Kolumne für eine große, auflagenstarke Tageszeitung über ein kleines Szeneviertel in einer Landeshauptstadt in den neuen Bundesländern. Ich wohnte im Quartier, war regelmäßig in den Straßen unterwegs und bekam vieles mit, was sich vor und hinter den Kulissen abspielte, also immer genügend Geschichten für eine wöchentliche Kolumne. Es gab dort auch eine Tapas Bar, die Mittags zwei Gerichte im täglichen Wechsel anbot, für einen sagenhaften Preis von 7,50 Emmchen, inklusive einem Softdrink. Da ich ein großer Fan der schwarzen, amerikanischen Limonade war und immer noch bin, war es ein prima Komplettpaket, zumal das Erfrischungsgetränk in diesen schon im Einkauf sehr teuren, kleinen Glasfläschen gereicht wurde. Das dieser Preis auf Dauer nicht zu halten sein wird, war auch klar. Immerhin war dieses günstige Mittagsangebot aber die Grundlage, dass sich sechs Personen aus unterschiedlichen Beruf dort fast täglich um 13 h zum gemeinsamen Lunch trafen und über Gott und die Welt palaverten. Aufgewertet wurden diese regelmäßigen Runden durch Bekannte, die jeder ab und an mitbrachte, weil Essen teilweise lecker und auf jeden Fall günstig. Das Ganze spielte sich dann von Montag bist Freitag ab und die Teilnehmerzahl pendelte sich im Durchschnitt bei ungefähr acht Personen ein, ein reger Gedankenaustausch fand statt. Es dauerte nicht lande, da wurde der Preis dann auf neun angehoben, was ungefähr den Wareneinsatz inklusive einem kleinen Gewinn entsprach. Ein paar Wochen später blieb der Preis konstant nur der Softdrink musste extra gezahlt werden (zweifuffzig). Dann kam nach ca. zwei Monaten die Anhebung der Gerichte auf zehn DM und wiederum ein paar Wochen Später wurden die Softdrinks aus den kleinen

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  19. Flaschen abgeschafft und durch geschenkte Flüssigkeiten aus den für die Gastronomie ungeeigneten 1,5 l Plastikflaschen ersetzt. Dies Plastikflaschen haben nun einmal die Eigenart, das sie Kohlensäure nicht besonders gut halten können und gerade die Flaschen mit nur noch einem Drittel Befüllung und einer nächtlichen Standzeit bieten am nächsten Tag ein nicht mehr wirklich prickelndes Erlebnis beim ersten Schluck aus einem damit gefüllten Glas. Das alles zusammengerechnet, macht eine Preissteigerung von mehr als 40% aus und verdiente in meinen Augen die Erwähnung in einer wöchentlichen Kolumne, die dann auch am letzten Mittwoch des Monats Juli erschien. Ab dem ersten August war der Laden dann zu. War ich, als Verfasser, daran schuld, wie es den angestellten Kellnerinnen bei der Entlassung verkauft wurde? Nein, denn es wurde lediglich der Versuch unternommen, von wenigen, treuen Mittagsgästen immer mehr Geld zu verlangen, ohne auch nur eine Leistungsverbesserung vorzunehmen, das in einem Zeitraum von ca. sechs Monaten.

    Du vernichtest keine Existenzen, das macht der Eigentümer des Geschäfts selbst, mit freundlicher Unterstützung des Schreiberlings, der Texte voller Lobhudelei über alle möglichen gastronomischen Betriebe verfasst in dem auch Schlechtes über Gebühr mit einer guten Darstellung weg kommt. Stell dir den/die Leser vor die viel Geld für das Printprodukt mit all den schönen Kritiken bezahlt haben und eine große Diskrepanz zwischen dem Gedruckten und Geochtem finden. Werden die das Magazin jemals wieder kaufen? Bestimmt nicht. Und das ist eben dieses Problem mit den sinkenden Auflagen, mit der Printprodukte zu kämpfen haben, Unwahrheiten. Aber (zugegeben, weit hergeholt) wenn die Presse permanent die gute Infrastruktur des Landes lobt und trotzdem fast jede Brücke über den Rhein Von Bonn bis Duisburg) nur noch bedingt oder eingeschränkt befahrbar ist, dann stimmt etwas nicht, und zwar in erster Linie mit dem Journalismus. Oder kurz gesagt: Wenn ein Essen verkocht, versalzen und von einem mürrischen Bediensteten serviert wird, ist es schlecht!

    Da du ja noch deine Ausweispapiere abholen musst, bin ich mir sicher, dass Dir schon eine kleine Wiedergutmachung für den betroffenen Mitarbeiter eingefallen ist, so als Dankeschön, für seine Mühe beide Dokumente für sich in die Wege zu leiten, trotz der einen Wartemarke... ;-)

    Auch ich kann lange Kommentare....

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