Guten Rutsch inklusive #neujahrsschnipsel-Freebies

30. Dezember 2016

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, es lässt sich nicht leugnen: Im Laufe des Jahres hat mich online immer mehr das bloggende Pottherz verlassen. Ich habe oft darüber nachgedacht, einen Post über diese Tatsache zu verfassen, aber wisst Ihr was?! Et is wie et is. Alles hat seine Zeit und das bedarf vielleicht auch gar keiner großen Erklärungen. Ich habe das Ruhrgebiet jahrelang mit unendlich viel Spaß inne Backen auf den Kopf gestellt und mich dabei mehr und mehr in meine eigene Heimat verliebt. Jetzt könnte ein ABER folgen. Tut es aber nicht. Denn zum Jahresende fühlt sich in mir überhaupt nichts nach einem ABER an. Mir geht es gut - mit allen Veränderungen und neuen Erfahrungen der letzten 12 Monate. Deshalb gibbet an dieser Stelle heute auch keine großen Worte. Ich möchte nichts interpretieren, analysieren oder labeln. Ich möchte einfach die Leichtigkeit, die ich momentan fühle, mit ins neue Jahr nehmen, ohne irgendetwas zu zerdenken.


Was das für meinen Blog bedeutet? Ehrlich gesagt erst mal nix! Und das reicht mir für den Moment sogar. Ich weiß nicht wie es hier weiter geht und ich habe mir auch den Druck genommen, das unbedingt wissen zu müssen. Irgendwann werde ich es schon herausfinden, aber irgendwann ist nicht jetzt.

JETZT ist nämlich einfach nur Zeit für meine kleine Jahreswechseltradition! Wie schon in den letzten beiden Jahren möchte ich Euch gerne meine #Neujahrsschnipsel-Freebies schenken.


In den vergangenen zwei Jahren habe ich mich riesig gefreut, dass so viele Leute die Neujahrsschnipsel in der Weltgeschichte aufgehangen haben und vielleicht habt Ihr ja auch in diesem Jahr Lust, die Blätter in Euren heimischen Gefilden zu verteilen, um dem Einen oder Anderen eine kleine Freude zu machen?! Ob im Hausflur, im Büro, an der Klotür auf einer Silvesterparty, ob an nem Laternenpfahl, an einer Supermarktpinnwand oder im Hörsaal an der Uni, oder, oder, oder...


Natürlich habe ich mir auch wieder ein paar neue Schnipsel einfallen lassen. Außerdem neu: In diesem Jahr haue ich auch noch eine Jugendvariante raus - für die Schule, die Familie oder für die Arbeit mit Jugendlichen. Die Idee dafür ist natürlich meinem eigenen Job in der Jugendhilfe geschuldet.

Die Freebies habe ich wieder per Dropbox hochgeladen. Zum Download klickt Ihr einfach auf das jeweilige KLICK:

Einfach dran glauben 
✩ KLICK 



Nimm Dir einfach was Du für 2017 brauchst 
✩ KLICK 


Nimm Dir einfach was Du für 2017 brauchst
(Jugendvariante) 
✩ KLICK 



Falls Ihr eins oder mehrere der Blätter aufhängt, würde ich mich echt riesig freuen, wenn Ihr ein Foto davon macht und mich per Facebook, Twitter, Snapchat oder Instagram unter dem Hashtag #neujahrsschnipsel daran teilhaben lasst. Es ist nämlich voll schön, zu sehen wo die Blätter überall landen!

Auch diesmal habe ich wieder kein Copyright auf die Blätter gepackt, denn ich bleibe dabei: Hier geht es nicht um Werbung für meine Social Media Kanäle und mich, sondern einfach darum, Anderen eine kleine Freude zu machen. Außerdem: Wo sollte das Copyright denn da noch hin, ohne den Gesamteindruck total zu verschandeln?! Eben!

Schnulzige Worte zum Jahresabschluss hebe ich mir lieber für Snapchat auf und außerdem piepst jetzt die Waschmaschine. Ihr wisst was das bedeutet? Man gehorcht und rennt hin oder man wird bekloppt. Also ist jetzt hier Schicht im Schacht. Kommt gut in ein schönes 2017! Und lasst uns bitte mit der doppelten und dreifachen Menge an Herzlichkeiten laut werden, um diejenigen, die on- und offline (Fremden-)Hass und Hetze propagieren, zu übertönen!

Merke: Wird's besser, wird's schlimmer - fragt man alljährlich.
Sein wir ehrlich: Leben ist immer lebensgefährlich!

Über das Wohngefühl im Urlaub. Oder: Fünf ganz besondere Ferienunterkünfte entlang der Küste Kroatiens

3. November 2016

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, jeder hat ja so seine Eigenarten, ne?! Mir ist es zum Beispiel ziemlich schnurz, wenn ich mal nen Flecken auf der Jeans oder nen Kratzer im Brillenglas habe. Ich muss meine Handtücher nicht alle schön auf Kante gefaltet haben und ob die Zahnpastatube zu oder offen ist, könnte mir kaum egaler sein. Damit will ich sagen: Ich kann in vielen Dingen gut fünfe grade sein lassen und entspannt mit den Achseln zucken. Schraub ich halt die Zahnpastatube zu...ist doch nur ein Handgriff. Ziehe ich halt morgen ne saubere Jeans an und schließe die Schranktür, wenn im Schrank das Handtuchchaos tobt. Und n Kratzer in der Brille?! Ach herrje...so lang ich noch watt sehen kann, geht's doch, ne?!

Aber manche Dinge sind mir dann doch überproportional wichtig. Zum Beispiel die Unterkünfte, die ich für meine Kroatienreise gebucht habe. Moooonate habe ich mit der Recherche verbracht, Listen über Listen angelegt, sowie Pinterest und Blogs durchforstet. Denn für mich gilt: WENN ich Urlaub mache und bereit bin, gutes Geld dafür zu latzen, DANN will ich es auch richtig schön haben!


Wie oft musste ich mir anhören: "Ach Quatsch, Du bist doch eh die meiste Zeit unterwegs und gehst doch nur zum Schlafen in die Wohnung. Da kann es Dir doch egal sein wie es da aussieht."

Nö. Ist mir NICHT egal. Ganz im Gegenteil. Ich will mich wohlfühlen. Beim Aufwachen, beim ins Bett gehen, beim Duschen, beim aufm Balkon sitzen. Ich will mich nach einem Ausflugstag auf meine Behausung freuen. Ich will jedes Mal reinkommen und "Ja! JAAAA! Geil hier!" denken können. Weil ich es mir wert sein will, es schön zu haben. Und weil ich nicht einsehe, eine Stange Geld für eine Unterkunft zu bezahlen, die aussieht, als ob da schon 20 Ommas und Oppas gestorben wären und/oder als ob jemand die hässlichsten Möbel des gesamten Landes zusammengetragen hätte.


In dieser Hinsicht hat es mir Kroatien wirklich nicht leicht gemacht. Schön = kostspielig. Das gilt natürlich für die ganze Welt, aber meiner Einschätzung nach besonders für Kroatien. Also habe ich beim Durchforsten der entsprechenden Anbieter wie Airbnb und booking.com monatelang mit einem plötzlichen Auftreten von Augenkrebs gerechnet. Meine Güte...gibbet schäbbige Ferienwohnungen! Die meisten sind soooo schäbbig, dass man mir Geld dafür bezahlen müsste, damit ich dort nächtige...und nicht umgekehrt.

Nun denn...wer suchet, der findet...hab ich mir eingeredet und gesucht und gesucht und gesucht. Schließlich bin ich ja nicht Krösus, ne?! Es sollte also schön UND bezahlbar sein.

Und wenn ich mir rückblickend selbst eine Note für Recherche, Durchhaltevermögen und Erfolg auf voller Linie geben sollte, dann würde ich mir ganz unbescheiden und ohne zu zögern eine 1+ mit Sternchen verpassen, denn die Unterkünfte, die ich letztlich gebucht habe, haben auch vor Ort genau das gehalten, was sie online versprochen hatten. UND sie waren bezahlbar, ohne einen Goldesel besitzen zu müssen.


Auf Snapchat habe ich eine Art "Urlaubstagebuch" geführt. (Komisches Wort, aber mir will kein besseres einfallen.) Auch auf Instagram habe ich kleine Einblicke in meine fünf Unterkünfte gezeigt. Und ganz viele Leute so: BOAH! HER MIT DEM LINK! HER MIT DER BUCHUNGSNUMMER! BOAH, DA WILL ICH AUCH HIN!"...und deshalb gibbet hier heute einen Post, in dem ich alle meine Unterkünfte entlang meiner Reiseroute vorstelle und natürlich auch verlinke.


Meine Nacht im Botel Marina habe ich eigentlich nur einem geographischen Missverständnis zu verdanken, aber das nun zu erklären, führt zu weit. Unterm Strich bleibt: Eine Nacht in einem Hotelboot Botel fand ich einfach lustig...also in meiner Vorstellung. Und da sich meine Vorstellung dann auch mit der Realität deckte, störte mich der kleine Planungsfehler auch nicht im Geringsten. Leider habe ich nicht ein einziges Foto von den Kabinen oder den Aufenthaltsräumen gemacht. Wahrscheinlich hat mich das Meer an meinem ersten Urlaubstag einfach zu sehr abgelenkt. Aber glaubt mir: das Botel ist ne gute Sache, denn dieser leicht abgerockte, maritime Charme hat wirklich etwas ganz Besonderes. Die Kabine war für eine Nacht vollkommen in Ordnung, aber mehr Nächte hätte ich dort nicht verbringen wollen. Man fühlt sich schon ein wenig eingeschachtelt, da es kaum Tageslicht hineinfällt und sich das Bullaugenfenster nicht öffnen lässt. Aber für eine Nacht: lustige Kiste!


Die Dusche fand ich richtig toll. Ja, klingt komisch, aber so ein Duschkopf mit ordentlich Wumms...das ist schon was Feines! Weniger fein war das Frühstück. Auf den ersten Blick sah das Buffet wirklich gut aus, aber leider schmeckten viele Lebensmittel abgestanden. Nun denn...das Botel ist halt kein Luxusdampfer, sondern eher eine Art Jugendherberge. Mir hat es dort trotzdem gefallen.


Als ich dieses Appartement gebucht habe, wurde es von mir allenfalls mit einem "Naja, geht so" bedacht und ich tröstete mich damit, dass ich ja bereits einige viel tollere Unterkünfte in Petto hatte. Deshalb fand ich eine "Geht so"-Unterkunft vertretbar. Vor Ort stellte sich dann heraus, dass ich mit meiner Einschätzung absolut falsch lag, denn das Ten Punat Appartement auf Krk war ein echter Knaller! Weder meine noch die Fotos bei booking.com werden dieser Unterkunft auch nur annähernd gerecht. Das Licht, die Materialien, die Mischung aus Holz und Stein und die vielen liebevollen Details sorgen für ein wunderbares Wohl- und Wohngefühl.


Je nach Stand der Sonne kann man es sich auf einem der beiden Balkone gemütlich machen. Der Balkon, der nach vorne raus geht, bietet einen maritimen Blick auf den Hafen, während der nach hinten gelegene Balkon mit im Wind wehenden Vorhängen und Olivenbäumen auftrumpft. Das Bad ist sehr klein, aber wirklich sehr fein. Achtung: Die Badezimmertür ist lediglich ein Schiebekonstrukt und bietet keine akustischen Sicherheiten aufm Klo...Ihr wisst schon. Auf dem Bett lässt sich ebenso gut nächtigen wie auf dem Wohnzimmersofa und das Natursteinwaschbecken in der Küchenzeile ist so schön, dass ich es immer wieder im Vorbeigehen streicheln musste.


Ach und ich kann nicht anders...ich MUSS noch ein paar Kleinigkeiten aufzählen: im Eingangsbereich vor dem Haus stehen zwei alte, charmante Klappräder, die man sich kostenfrei leihen kann. Das kleine Holztor, durch das man das Grundstück betritt, wird durch ein Seil geschlossen gehalten. Wenn man das Tor öffnen möchte, muss man einen Stein hochheben, der auf einem Mäuerchen auf dem Seil liegt. Dieses Ritual mochte ich einfach verdammt gern! Und auch die älteren Herrschaften die im Erdgeschoss nebenan wohnen möchte ich erwähnen. Es handelt sich um die Eltern des Vermieters. Sie sprechen kaum ein Wort deutsch oder englisch, aber sie waren so liebenswürdig und herzlich, dass man sich kaum bessere Gastgeber vorstellen kann. Eines Abends brachte die ältere Dame sogar selbstgebackene Leckerchen vorbei - sowas wie Berliner Ballen in kroatisch. Weil wir uns nicht mit Worten verständigen konnten, warf ich ihr spontan als Dankeschön eine Kusshand zu...Ihr hättet mal sehen müssen wie lieb sie gestrahlt hat! 

Kleiner Hinweis noch: Das Haus ist insgesamt recht hellhörig. Wenn das untere Appartement ebenfalls vermietet ist, geht das nicht geräuschlos an einem vorbei. Aber: Bei sowas bin ich echt empfindlich und habe es wirklich nicht als dramatisch empfunden. Vielleicht wäre es aber anders gewesen, wenn dort Leute mit Kindern gewohnt hätten. Aber wer mit vielleicht mit einem befreundeten Pärchen verreisen mag, der ist hier auf jeden Fall richtig. Ein Paar nimmt die obere und ein Paar die untere Wohnung. Perfekt!


Dass ich mir in Medulin eine Unterkunft gesucht hatte, hatte eigentlich nur strategische Gründe. Ich wollte in der Ecke ganz viele Dinge sehen, aber nicht den Preis der eigentlichen City-Hotspots bezahlen. Medulin liegt einfach umme Ecke von allem und hat mich als Ort an sich gar nicht groß gereizt, aber ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. In der Hauptsaison gibbet da wohl viel Tamtam inklusive einer Dauerkirmes, aber davon habe ich zum Glück Ende September nix mitbekommen. Keine Tourimassen weit und breit. Das Appartement wurde von einer Designerin gestaltet und es wirkt auf den Bildern kleiner als es in Wirklichkeit ist. Der Raum vermittelt eine ganz besondere Leichtigkeit und das, obwohl es nicht mal ein großes Fenster gibt. Einen ganzen Urlaub würde ich nicht in dieser Unterkunft verbringen wollen, weil mir dann die Möglichkeit nach draußen blicken zu können, gefehlt hätte, aber für ein paar Tage fand ich es dort wirklich toll. Vor allem die entzückende Küche hatte es mir angetan. Ich kam mir vor wie in meinem eigenen Kochstudio!


Die Bilder sprechen für sich. Die Wohnung ist genauso sagenhaft stylisch und gemütlich wie sie aussieht, aber fernab der Fenstersituation gibt es doch auch ein echtes Manko: das Schlafsofa kann nix! Doch, quälen kann es! Der Vermieter hat eine zweite Matratze zur Verfügung gestellt, die tagsüber zusammengerollt hinter dem Schrank steht, aber diese zweite Matratze macht das Elend nur unwesentlich besser. Man zahlt für den Designschnickschnack also leider nicht nur mit Euros, sondern auch noch mit Rückenschmerzen. Das will ich nicht schön reden. Auch wenn dort sonst alles schön war. 


Runter zum Hafen ist man in 5-10 Minuten gelaufen, zur Post konnte man rüberspucken und direkt umme Ecke gibbet einen kleinen Kiosk, für kleine Einkäufe auffe Schnelle. Um zum nächsten Supermarkt zu kommen, braucht es allerdings einen fahrbaren Untersatz. Apropos: Ein wirklich sehr nahe gelegener Privatparkplatz steht den Mietern kostenfrei zur Verfügung. Insgesamt habe ich mich hier sehr, sehr wohl gefühlt...nur mein Rücken leider nicht. Den Vermieter habe ich übrigens nicht kennen gelernt, aber seine patente Mutter hat ihn sehr nett und lustig vertreten. Und nur weil sie so sympathisch war, habe ich nicht die Lampen überm Küchentresen geklaut. Kleiner Scherz.


Meine Unterkunft in Sibenik habe ich erst ganz kurzfristig während meiner Reise gebucht, weil ich mir noch zwei Übernachtungen offen gelassen hatte, um unterwegs auch mal eine spontane Entscheidung treffen zu können. Angereist bin ich mit einem unguten Gefühl, das ich kaum greifen konnte. Irgendwie fühlte ich mich bei der Ankunft nicht wohl, hatte keinen schönen ersten Eindruck von der Stadt und die Menschen erschienen mir grummelig. Wie gesagt: ein komisches Gefühl. Ich habe einen Tag gebraucht, um mich an den Flair der Stadt zu gewöhnen, aber DANN war ich hingerissen und fand auch meine Behausung plötzlich absolut perfekt, eben weil sie NICHT perfekt war. Perfektion wäre mitten in der Altstadt von Sibenik nämlich wirklich deplatziert. Da muss man einfach etwas uriger und kleiner wohnen. (Und ja, die Unterkunft heisst wirklich "Oh la la!" - das habe ich mir nicht ausgefacht. Ist wohl der französischen Vermieterin geschuldet.)


Man schläft oben auf der Empore auf einer Matratze, die auf dem Boden liegt. Klingt doof? Das Gegenteil war der Fall. Ich habe nirgends sonst in Kroatien so gut geschlafen wie auf dieser Matratze. Mein Rücken hat nach dem Schlafsofa in Medulin geradezu frohlockt! In den Abendstunden habe ich meist nur ein kleines Lämpchen angemacht, um die heimelige Stimmung noch besser genießen zu können. Von draußen tönten die Schritte und Stimmen der Passanten herein und auch die Nachbarn von nebenan und oben drüber konnte ich äußerst gut hören. Normalerweise hätte mich das gestört, aber hier passte es. Es hat mir ein Mittendrin-Gefühl vermittelt, das mir einfach Freude bereitet hat. 


Das Bad war so klein, dass ich es nicht mal fotografieren konnte. Aber glaubt mir: alles tippitoppi! In der Küchenecke befindet sich kein Herd - groß kochen fällt hier also flach. Fand ich aber nicht schlimm, denn so habe ich 2x direkt nebenan in einer wirklich charmanten Konoba gegessen...schön bei Kerzenschein mit lecker kroatischem Schnappes und in Begleitung des Katers, den Ihr dort oben auf dem Foto sehen könnt. Er gehört nämlich zum Appartement dazu. Sein Name ist "Grau" (auf kroatisch) und er ist so sehr in die französische Vermieterin des Appartements verliebt, dass er in ihrer Abwesenheit stets draußen vor der Türe sitzt, um die Wohnung zu bewachen. Über diesen reizenden Portier habe ich mich wirklich sehr gefreut und einmal hat er mich sogar noch ein kleines Stückchen durch die Gassen der Altstadt begleitet.



Meinen gesamten Kroatienurlaub habe ich um dieses Appartement herum gebucht. Ich wollte, nein, ich MUSSTE dieses Fenster haben...und den Blick aus diesem Fenster und den Strand vor diesem Fenster und das Meer vor diesem Fenster. Man könnte behaupten, ich hätte mich in ein Fenster verknallt. Zum Glück war der Rest der Wohnung nicht minder toll. Ich sehe mich noch durch den großen Raum hüpfen und quietschen vor Freude! Einfach weil ich so glücklich war, dass ich mir diesen Luxus wirklich gegönnt hatte. Dass ich es mir wert war. Dass ich dort drei Tage und Nächte sein durfte, um mit dem Meer vor der Nase einzuschlafen und aufzuwachen. Und ganz ehrlich: Im Wesentlichen war ich in dieser ganzen Zeit einfach nur schwer damit beschäftigt, mein Glück irgendwie fassen zu wollen. Denn dieser Ort war für mich einfach unfassbar schön!


Was die Wohnung aber so besonders macht - also von ihrer grandiosen Lage mal kurz abgesehen - sind nicht die luxuriösen Bodenbeläge oder die schnieke Küchenzeile. Nein, es ist die Liebe zum Detail und das Bedachtsein um den Gast, der diese Unterkunft auszeichnet. Das Vermieterpärchen hat in jedem Raum so viele Kleinigkeiten ausgelegt, vorbereitet oder verstaut, dass einem sofort klar wird, wie viele Gedanken man sich hier macht, damit der Gast sich richtig wohl fühlen kann. Das Gespräch mit der Vermieterin hat mich sehr berührt, weil ich fühlen konnte mit wie viel aufrichtiger Freude sie diese Unterkunft vermietet und wie gerne sie sich Gedanken darüber macht wie sie alles möglichst schön, liebevoll und perfekt vorbereiten kann. Deshalb habe ich rückblickend den Preis für diese Bleibe sogar noch lieber bezahlt. Wer sich so viele Gedanken macht und so viel Herz in ein Objekt steckt, der hat das Geld meiner Meinung nach auch wirklich verdient.


Was soll ich sagen?! Die Bilder sagen doch schon alles, oder? Dieses Fenster! Dieser Blick! Frühstück am Meer! Im Bett liegen während die Sonne die Füße durch das Fenster wärmt und man das Meer nicht nur hören, sondern sogar sehen kann. HACH! Ende September war nicht mehr viel los, nur ab und an haben mal alte Herrschaften oder verliebte Pärchen "meinen" Strandabschnitt passiert. Im Hochsommer wird es dort aber ganz anders aussehen, denn ein Appartement reiht sich ans nächste und Bars und Cafés liegen auch in direkter Nachbarschaft. Ins Zentrum von Split braucht man mit dem Auto etwa 20 Minuten, auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet sich ein sagenhaft gut sortierter Supermarkt und wenn ich gewollt hätte, hätte ich sogar in meinem eigenen Grill, der in die Hauswand eingelassen war, grillen können. Jaja, manche Leute finden ihr Paradies auf Bali, mir reichte dieser kleine Strandabschnitt und dieses wunderschöne Fenster, um mir den wunderschönsten Urlaubsabschluss zu bescheren, den ich mir nur hätte wünschen können. (Eins noch: Vom Klo aus konnte man auch das Meer sehen! Krkrkrkrkr. Aber die Passanten haben einen dann auch gesehen. Hab ich - leider - getestet.)


So. Das waren sie - meine fünf Kroatien-Behausungen. Es war mir so wichtig, dass ich für mich eine bunte Mischung hinbekomme. Bisskn was Lustiges, was Uriges, was Stylisches, was Sommerliches und was Gemütliches. Es hat mir so viel Freude gemacht, von Unterkunft zu Unterkunft zu reisen und gespannt darauf zu sein, welches Wohngefühl mich jeweils erwartet. In allen Fällen haben die Bilder, die ich im Vorfeld online gesehen hatte, genau das gehalten, was sie versprochen hatten und 1-2 Mal wurden meine Erwartungen sogar übertroffen. In jedem Fall bin ich froh, dass ich mir so viel Mühe bei der Recherche gegeben habe und dran geblieben bin, auch wenn ich zwischenzeitlich von den vielen hässlichen Inseraten mehr als genervt war. Und es ist auch okay, dass ich von manchen Leuten für meine Fast-never-ending-Suche ein wenig ausgelacht wurde. Mir ist mein Wohngefühl auf Reisen eben wichtig und wenn einem etwas wichtig ist, dann darf man sich dafür auch ruhig den Hintern aufreissen. Schadet ja keinem...und einem selbst - bei Erfolg - am allerwenigsten!

Vielleicht kann ich den Einen oder Anderen von Euch ja mit meinen Empfehlungen in diesem Post ja anstecken und Ihr habt Lust, eine der Unterkünfte zu buchen?! Falls ja, würde ich mich freuen, wenn Ihr es mich wissen lasst. Und nein, ich hab da rein gar nix von, außer ein bisschen Freude daran, dass ich jemanden mit meiner Freude habe anstecken können. Sowas ist einfach ein schönes Gefühl.

Merke I: Wer suchet, der findet.

Merke II: Gut Ding will Weile haben.

Merke III: Manche Sprüche stimmen einfach,
auch wenn sie einem zu den Ohren rauskommen.

Über den Mut, das Glück und das Freisein...in Kroatien

3. Oktober 2016

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, in den letzten zwei Wochen hatte ich die schönste Zeit meines Lebens. Dieser Satz ist so groß, dass ich mich fast nicht traue, ihm noch irgendetwas hinzuzufügen. Damit ist nämlich irgendwie alles gesagt. Jeder Anlauf, den Satz noch weiter auszuführen, fühlt sich ganz gefährlich nach "zerreden" an. Und ich möchte das Gefühl nicht zerreden. Ich möchte das Glück grad noch ein bisschen in mir behalten, ohne es aufzudröseln in ganz viele kleine Wies und Warums. Deshalb werde ich hier heute auch einfach nur ein paar Bilder posten, die Euch das zeigen, was mich in den letzten Wochen so unheimlich glücklich gemacht hat.


Vielleicht sollte ich aber wenigstens noch dazu sagen, warum diese Reise so besonders für mich war? Also...die Sache ist die: Ich war 16 Jahre lang nicht im Urlaub gewesen. Habe höchstens mal einen kleinen Wochenendtrip gemacht oder ein paar Tage bei meinen Eltern in Bayern verbracht. Aber mal so richtig raus...aus allem...für mehr als nur 2-3 Tage?! Fehlanzeige. So viele Gründe hatte ich mir zurecht gelegt, die mich so lange warten ließen. Gute Gründe...so meinte ich. Aber in Wahrheit hatte ich mir nur eine riesige Mauer aus ganz dicken Angstbrocken um mich herum gebaut. Und irgendwann glaubte ich es sogar: "Urlaub?! Das machen die Anderen. Ich bin viel lieber zu Hause!".

Was für ein Bullshit!


Vorgestern bin ich aus Kroatien zurückgekehrt und 13 Tage Roadtrip von Istrien runter nach Dalmatien liegen hinter mir. Ich bin einfach nur dankbar, dass ich mich getraut habe, meine Mauer einzureissen. Weil ich in diesen Tagen so viel gefühlt, gelernt und erlebt habe. Weil ich mir selbst die schönste Zeit meines Lebens geschenkt habe. Einmal raus. Einmal allen Ballast loslassen, einmal einfach nur durchatmen, ohne schon am nächsten Tag direkt wieder die Schultern straffen und dem Alltag in seine Fratze blicken zu müssen. Einmal einfach nur frei sein. Von allem.


Ich wusste gar nicht wer ich bin, wenn ich mal nicht mein Alltagspäckchen brav geschnürt mit mir herumtrage. Ich wusste nicht wie viel Freude ich empfinden kann, wie leicht und frei ich mich fühlen kann. Ich wusste nicht wer ich sein kann, wenn ich mir erlaube, einfach mal loszulassen. Deshalb waren die letzten Tage für mich so viel mehr als "einfach nur Urlaub". Mein Roadtrip durch Kroatien wurde zu einem Trip zu mir selbst...auch wenn das ganz schrecklich nach schrulliger Eso-Tante klingt.


Noch kann ich das Meer hören, wenn ich die Augen schließe, kann die Pinienwälder riechen, die Sonne im Nacken und den Kies unter meinen Füßen spüren. Und klar, ich komme mir auch bekloppt vor...da fahre ich einfach nur mal in den Urlaub...mache etwas, was fast jeder 1-2 mal im Jahr macht...und komme mir vor, als ob ich die Welt erobert hätte. Vielleicht habe ich nicht die Welt erobert, aber meine eigene Freiheit, das Bewusstsein, meine blöde Mauer aus ängstlichen Pseudoargumenten gar nicht zu brauchen, und die Sicherheit, mir selbst on the Road genügen zu können...all das habe ich tatsächlich erobert...und das bedeutet mir grad die Welt.

Huch. Jetzt habe ich doch viel mehr geschrieben als geplant. Und jetzt laufen mir schon wieder die Tränen runter. So viel habe ich geheult in Kroatien...aber immer nur vor Freude, vor Glück, vor Dankbarkeit.


Berit hat vor ein paar Monaten mal zu mir gesagt: "Voll komisch, Du bist doch eigentlich gar nicht der Typ, der nie in Urlaub fährt!"...und Recht hat sie! Ich bin jemand, der unglaublich gerne neue Dinge entdeckt, der sich über 1000 Kleinigkeiten unterwegs freuen kann, sogar über die Beschaffenheit von Altstadtböden, über die kleinsten Fische und über bunte Glassteinchen auf Stromkästen. Ich bin jemand, der auf allen paar Metern vor Freude blöd hüpfen und tanzen will, der auf der Autobahn in jeder zweiten Parkbucht anhält, um auszusteigen, weil jeder Meter zu schön und wertvoll erscheint, um einfach dran vorbei zu fahren. Nur all das wusste ich nicht. Ich wusste nicht wie ich im Urlaub bin und was das alles mit mir macht.

Und ich habe ständig das Bedürfnis, danke zu sagen. Für diese Erfahrung. Aber wisst Ihr, was das Verrückteste ist?! Ich darf mir selber danke sagen. Weil ich es einfach gemacht habe. Nach so vielen Jahren.


In der nächsten Zeit wird es hier noch 2-3 weitere Kroatienposts geben. Zum Beispiel werde ich meine Unterkünfte vorstellen, meine Reiseroute beschreiben und noch einige der vielen, vielen Fotos zeigen, die ich gemacht habe. Aber so oder so...es wird auf einige Liebeserklärungen hinauslaufen...an Kroatien, an die Lebensfreude und an den Mut, die Dinge zu tun, die einen glücklich machen.

Auf Snapchat und Instagram haben mich sehr, sehr viele liebe Menschen auf meiner Reise begleitet. Haben sich mit mir gefreut, haben mit mir gefiebert, gelacht, gestaunt und sogar ein paar Freudentränchen vergossen. Auch diese Teilhabe, dieses Begleiten hat meine Reise zu etwas ganz Besonderem gemacht. In den letzten Wochen habe ich Social Media auf eine so herzliche Weise erlebt wie noch nie zuvor. Das hat meine Freude noch mal so sehr potenziert und während meines Roadtrips und auch jetzt noch habe ich das Gefühl, dass ich mich dafür gar nicht genug bedanken kann. Geteilte Freude ist potenzierte Freude...das war eine wunderschöne Erfahrung.


Also falls diese Zeilen Einige von Euch lesen, die virtuell so sehr mit dabei waren: DANKE! Damit habt Ihr meine Reise und mich sagenhaft bereichert. Ihr habt mir so viele warmherzige "Sachen" geschrieben, dass ich es kaum glauben konnte. Danke für dieses tolle Gefühl. Danke, dass Ihr "dieses Internet" für mich während meiner Reise zu einem so schönen "Ort" gemacht habt. Danke für Eure Herzlichkeit! (Heulheulheul...also ich schon wieder. Aber Ihr kennt das ja.)

Merke I: Alte Wege öffnen keine neuen Türen.

Merke II: Welt, ich komme!



Emma & Lolle allein zu Haus #2 [Werbung & Gewinnspielfährte]

18. Juli 2016

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, erinnert Ihr Euch noch, dass ich vor ein paar Monaten im Rahmen des Projekts #rackeralleindaheim aus dem Hause FELIX mein Wohnzimmer mit vier Kameras hatte bestücken lassen, um herauszufinden, welchen Schabernack Emma Plemmplemma und Lolle Bolle treiben, wenn ich NICHT zu Hause bin?


Ehrlich gesagt ging es mir bei der ganzen Aktion ja nicht nur um etwaigen Schabernack, sondern um mögliche Erkenntnisse angesichts der Tatsache, dass Emma und Lolle schon seit Jahren verfeindet sind und Emma darunter massiv zu leiden scheint. Dieses Leiden äußert sich in der von mir als solche bezeichneten "Leckeritis", denn Emma leckt und beisst sich phasenweise sämtliche Haare vom Unterkörper. Sämtliche Krankheiten und Allergien konnten über die Jahre ausgeschlossen werden. Es muss sich also um eine "Psychokiste" handeln, der ich nie richtig auf den Grund gehen konnte. Die Kameras, die 7 Tage lang meine Wohnung immer dann gefilmt haben, wenn ich außer Haus war, sollten mich also bestenfalls ein wenig aufklären.



So. Ich sachet direkt: Schlauer bin ich nun auch nicht. Aber das hatte ich fast befürchtet. FELIX hat nämlich zusätzlich zu dem Video, das sie aus den zigstündigen Aufnahmen liebevoll zusammengeschnitten haben, auch noch eine minutiöse Superauswertung in Form einer Tabelle mitgeschickt. Und dieser Tabelle entnehme ich im Wesentlichen Folgendes: Katzen pennen, Katzen gucken nach links, Katzen gucken nach rechts, Katzen pennen, Lolle haut Emma auffe Schnüss, Emma versteckt sich unterm Sofa, Katzen pennen, Emma will sich an Lolle rächen, Lolle guckt böse, Emma haut lieber ab, Katzen pennen.

Alles wie immer. PHÖ! Aber trotzdem richtig schön anzusehen...inklusive Klopperei:



Lustige, bekloppte oder gar verbotene Sachen scheinen MEINE Katzen wirklich nur zu machen, wenn ich zu Hause bin. Da werden das Klopapier oder ein wichtiges Einschreiben zerfetzt, aus meinem Colaglas getrunken oder eiskalt durch meine Gestrüpp-Deko marschiert, mit der ich ein Foto für die Instagram-Aktion #itsamoodywednesday machen wollte.

Tja. Also spontan umdisponiert und eine Fotoserie mit dem Titel "Katzen in Gestrüpp auf Tonkarton" geknipst. Flexibilität ist alles, ne?!


Insgesamt haben sich 32 Haushalte aus Deutschland und Österreich mit insgesamt 56 Katzenrackern an der Aktion beteiligt. Und während Emma Plemmplemma und Lolle Bolle mit Blick auf die Aufwertung nichts Überraschendes, Geheimes oder gar Verbotenes zu bieten hatten, zeigten sich viele andere Katzen diesbezüglich weitaus aktiver und engagierter. Da wurde Türen im gewieften Sprung geöffnet, Futteralien gekapert und einiges an Quatsch gemacht. Einen guten Eindruck bekommt man im #rackeralleindaheim-Best-of-Video, das in einer 20-Sekundenfassung ab dem 28.07.2016 auch im Kino zu sehen sein wird.


Aber abgesehen von verbotener Action halten Katzen, wenn sie allein zu Hause sind, vor allem eins: ganz viele Schläfchen! Ebenfalls hoch im Kurs: diverse Reckerchen und Streckerchen nebst gründlichster Katzenwäsche. Aber wenn der Dosenöffner nach Hause zurückkehrt, kommen die meisten Katzen rechtzeitig ausse Puschen und es zeigt sich, dass viele Schnurrköppe die Heimkehr ihres Besitzers durchaus zeitlich in den Tagesverlauf einordnen können. Es macht sich sogar sowas wie Vorfreude bzw. Aufregung breit. Sehr angemessen, wenn Ihr mich fragt. Das Katzenvolk darf meine Heimkehr ruhig angemessen würdigen und zelebrieren. Vielleicht schaffen sie es ja irgendwann auch mal, mir meine Puschen zu bringen. Die Hoffnung stirbt wie immer zuletzt.


Falls Ihr Lust haben solltet, Eure Katzen zu Hause zu filmen, könnt Ihr übrigens beim FELIX-Gewinnspiel mitmachen. Da gibbet unter Anderem Kameras zu gewinnen, mit denen man das Puschelvolk bei eigener Abwesenheit ausspionieren filmen kann. Hier geht's lang: KLICK!

Was bleibt abschließend zu sagen?! Es gibt nur eine "Sache", die Katzen besser können als schlafen: doof gucken! Und genau dafür liebe ich meine Dösköppe ganz besonders...


Ein herzliches Dankeschön an FELIX für die schöne Zusammenarbeit und die Möglichkeit an diesem tollen und vor allem außergewöhnlichen Projekt teilhaben zu dürfen. Und wehe Emma Plemmplemma schafft es nicht in die Kinofassung! Wie sollte ich der Diva DAS denn erklären?!

Merke: Für die nächste #itsanmoodywednesday-Action Katzen
erbarmungslos ins Schlafzimmer einsperren.

Quatsch machen, lecker Wurst und irgendwie kein Sommer

13. Juli 2016

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, ich dachte, ich zieh mal wieder den Kopp ausm Sand. Also guten Tach in die Runde! Ich weiß ja nicht wie es Euch geht, aber habt Ihr mittlerweile auch eine kleine "Ich brauche MEHR Sommer"-Depression?! Das, was wir da in diesem Jahr bislang im Pott geboten bekommen, ist einfach nur ungenügend. Nein, nicht mangelhaft. UNGENÜGEND! Und das Schlimmste an der ganzen Nummer?! Immer dann, WENN es mal NICHT regnet oder grau in grau vor sich hinsuppt, fühlt man sich - also ich mich - GEZWUNGEN, ganz schnell rauszurennen, um die wenigen Sonnenstrahlen, die uns zur Zeit vergönnt sind, zu genießen. UNTER DIESEM DRUCK KANN ICH NICHT GENIESSEN, VERDAMMTE AXT! Aber ich bemühe mich natürlich trotzdem. Sehr.


Sehr bemühen meint: Ich schaffe ALLES ran, was halbwegs sommerlich konnotiert ist. (Wieso kennt dieses elende Autocorrect "konnotieren" nicht?! Das kann man ruhig kennen!) Also: Erdbeeren, Picknickdecke, Eis, Sandalen, Sonnenbrille, Blümchen, noch mehr Eis, Schwimmgenossen, ne andere Sonnenbrille, sonnengelbe Luftballons...all sowas eben.


Und kaum ist man mit dem Krempel in der Pottpampa unterwegs, sacht die Wetter-App: "Hau rein, gleich gibbet Regen!". PHÖ! Ich bin langzeitbeleidigt. Und somit verbringe ich momentan einen Großteil meiner Zeit mit meinem neuen Schichtdienstjob und einem geheimen, höchst ominösen und erst recht mysteriösen Geheimprojekt am heimischen Schreibtisch. Dazwischen jammer ich bisskn rum. Und mache Quatsch auf Snapchat. Falls sich also jemand fragen sollte, wo ich die ganze Zeit stecke, der kann dort gerne mal einen Blick riskieren. Man sagt mir diesbezüglich ein paar Dinge nach...


Falls der Eine oder Andere nun denken mag "Ih, baaaahhhh! Snapchat!", dem sei gesagt: Snapchat ist das, was Du draus machst bzw. abhängig davon, dass man ein paar Leutchen findet, denen man dort wirklich gerne folgt. Ich hab dort jedenfalls Spaß für 5. Mindestens! Also guckt doch einfach mal rein...ich würde mich freuen!


Aber nun zurück zum "irgendwie kein Sommer". Was soll ich sagen?! Ne Wurst geht immer...und unterm Förderturm oder aufm Tretbötchen ganz besonders...


Und Halden, ja, Halden gehen natürlich auch immer, ob mit oder ohne Wurst. Die folgenden Fotos beweisen: Ich unternehme sehr wohl noch so manche Haldewitzka, nur erzähle ich hier nicht davon, weil ich nicht wie ne kaputte Schallplatte zum vierten Mal von Tiger and Turtle oder dem Tetraeder schwärmen will. Aber ich sachet Euch: Allet so schön wie eh und je!


Einige meiner schönsten Momente hatten übrigens mit Holz zu tun. Zum Einen war ich mit Heidi irgendwo im tiefsten Sauerland im Wald und zum Anderen wird Papier ja aus Holz gemacht und zwei sehr liebe Künstlerinnen haben mich auf Papier gemalt und mir diese Werke per Überraschungspost zukommen lassen. Darüber freue ich mich immer noch riesig...Wochen später. Das ist so ne verlegene Freude, weil...hallo?!...da haben mich Leute GEMALT...das ist ein bisskn unglaublich und einfach supertollmegahammergeil! An dieser Stelle noch mal ein herzliches Dankeschön an Vroni von Pusteblumig und an Lisa von Mein Feenstaub!


Ach ja, und auf der Seite vom Ruhr Tourismus könnt Ihr von mir noch ein paar Tipps für schöne Pott-Picknicks finden...jaja, Sommer...ich geb die Hoffnung ja nicht auf, ne?!


Also...ran an die Wurst, an den Sommer, an die Schüppe...egal...Hautsache ran! Und falls Ihr ihn noch nicht probiert habt: Gebt unbedingt mal meinem Melonensalatklassiker eine Chance. Ich kenne echt NIEMANDEN, dem er nicht geschmeckt hätte!

Merke: Sommer 2016 ist, wenn man trotzdem lacht!

Die Sache mit der Lebensfreude

29. Mai 2016

Liebes Ruhrgebiet und Rest vonne Welt, in letzter Zeit werde ich ziemlich häufig gefragt wie ich das denn mache. DAS mit der Lebensfreude. Hm. Nun ist es ja nicht so, als ob mir ständig die Sonne ausm Popo scheinen würde. Ich gehöre nämlich definitiv nicht zu diesen immer strahlenden Happy-Hippo-Menschen, die in einer Tour "Das Leben ist schön!" säuseln würden. Denn ganz häufig isset nämlich auch so gar nicht schön, sondern sogar ne relativ garstige Angelegenheit - zumindest in meiner alltäglichen Umlaufbahn.


Deshalb würde ich mich auch selbst nie als Lebensfreude-Bombe beschreiben. Ich hab einfach nur Humor. Und vor ein paar Wochen ist mir ein passendes Lied untergekommen. In diesem Lied heißt es:
"Denn Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Und das hab ich bis jetzt ganz gut gemacht." 
Ich glaube, das ist das Geheimnis. Das Leben, sich selbst und die eigenen Doofi-Gedanken mit Humor zu nehmen. Das geht vielleicht nicht immer und sofort, aber mal ehrlich: Wie oft kann man im Nachgang über mittelschwere Katastrophen und sich selbst wunderbar lachen?! Eben! Ziemlich oft! Und genau daran muss man meiner Meinung nach immer mal wieder zwischendurch denken. Dann flutscht das mit dem Alltag schon bedeutend besser.

Aber es gibt noch einen anderen Trick, mit dem ich für mich selbst seit Jahren wirklich gut fahre. Ich suche bzw. schaffe mir einfach selbst einen Grund zum Lachen.


Kann man sich jetzt nicht wirklich was drunter vorstellen, ne?! Nein, ich kaufe mir kein Witzekistenbuch und lache mich dann scheckig oder so. Ich mache nur gerne irgendwelche "Sachen", die so bekloppt sind, dass ich einfach drüber lachen muss. Über die Sache an sich, über mich, über die Blicke der Leute oder auch darüber, dass viele Menschen, die dann an mir vorbeilaufen, einfach mitlachen. Ja, ernsthaft! Ich vertue mich da nicht! Die lachen mich nicht aus, die lachen mit!
Weil Freude ansteckend ist und weil sich doch irgendwie jeder - wenn auch nur kurz - ein bisskn darüber freut, wenn ihm im Alltag etwas Beklopptes, Lustiges oder Schräges begegnet. Sowas tut den Augen gut. Und dem Herzkn irgendwie auch.


Also. Ein Beispiel: Vor ein paar Wochen wollten Julius und ich bei schönstem Wetterchen zum Halterner Stausee fahren, um uns dort ein Treetboot zu mieten. Hamwa auch gemacht. Aber 10 Millionen andere Menschen auch. Vor uns also eine fette Schlange und viel zu viele Menschen im Wartebereich. Tja. Nun hätten wir dort grummelig sitzen können: "Warten. Warten ist scheiße. Viel zu warm heute. Unbequeme Bank. Boah, wie lange dauert das denn noch? Langsam kriege ich Hunger. Mah, wieso sind denn so viele Leute hier? Wieso sind die so laut? Mahhhhh, wie lange noooooch?!" ...all sowas eben. ABER wir hatten Flamingo-Ingo dabei! Denn Flamingo-Ingo, der eigentlich bei Julius im Wohnzimmer wohnt und auf einen Urlaub auf Teneriffa wartet, sollte schließlich auch etwas von diesem schönen Tag haben und mal etwas Wasser unterm Poppes spüren dürfen.


So. Nun stellt Euch das ganz genau vor: Ihr sitzt da irgendwo rum und habt einen überdimensionalen Flamingo-Ingo dabei. Das ist bekloppt. Das ist so bekloppt, dass man da selbst drüber lachen muss. Und das ist so bekloppt, dass jeder gucken muss...Blick auf Ingo, Blick auf uns, Blick auf Ingo...und DANN kommt der Knackpunkt: Wenn man dann lacht, lachen die Leute mit. Weil sie sich unbewusst ein bisskn mitfreuen, einfach weil da zwei Leute sitzen, die grad Spaß mit nem Riesenflamingo haben.

Wir freuen uns also über Ingo, die Leute freuen sich über uns und wir freuen uns dann wieder darüber, dass die Leute sich freuen. Und plötzlich sitzt man irgendwo an nem See, muss stundenlang warten, warten, warten und hat trotzdem Spaß. Und aufm Wasser hat man erst recht Spaß...ja, auch der Julius, auch wenn man es ihm hier auf dem Foto nicht allzu sehr ansieht...


Na gut, ganz manchmal funktioniert das auch nicht. Dann guckt irgendwer doof, man lacht zurück und dann wird weiter doof geguckt oder mit den Augen gerollt. Das ist aber gar nicht schlimm! Das ist ein "Doofe-Leute-Filter", denn ich glaube ganz, ganz fest daran: Gute Leute lachen zurück, doofe Leute nicht. Aber das ist dann blöd für die doofen Leute, nicht für mich. Ich hab ja Spaß. Und die nicht. Ganz einfache Kiste.

Also: Lebenfreude habe ich wirklich nicht per se gepachtet. Sondern einfach nur reichlich (Galgen-)Humor und den Mut zum bekloppte-Sachen-machen. Und DAS ist wiederum ein echter Lebensfreude-Booster.
Anderes Beispiel: Vor ein paar Monaten war ich abends anner Tanke. Und ich hatte eine bekloppte Idee. Fragt nicht. War einfach so. Und zwar so: Ich wollte mit meiner Hasenmaske aufm Kopp was zu trinken kaufen und mich selbst dabei filmen. Wie gesagt: fragt einfach nicht! Also bin ich da reinmarschiert und habe den Mann an der Kasse gefragt, ob er etwas dagegen hätte. Er hat gelacht und "Nö. Mach ma!" gerufen. Also ich wieder raus, Hasenmaske ausm Auto geholt, aufn Kopp gesetzt und wieder rein in die Tanke. Völlig unabgesprochen begrüßt mich der Tankstellenmann in hochseriöser Stimmlage mit "Guten Abend, Frau Hase!"...und ich muss mich sehr anstrengen, unter meiner Maske nicht sofort laut loszulachen. Zusammengerissen und ab an den Kühlschrank, Getränk gegriffen und die Kasse angepeilt. Und dann bin ich mit vollster Wucht vor einen Hochtisch gerannt, den ich durch die kleinen Maskenschlitze nicht gesehen hatte. Lachtränenanfall hoch 10. Ich UND der Tankstellenmann.


Irgendwann hatten wir uns beruhigt, ich konnte zahlen und weiterfahren.

Seitdem freut sich der Tankstellenmann wie Oberbolle, wenn wir uns mal wieder in seinem Tankstellenhäuschen treffen. Er ruft dann ein ums andere Mal: "Frau HAAAASE!" und breitet seine Arme aus. Wenn andere Kunden im Laden sind, erzählt er ihnen von meiner Hasen-Hochtisch-Nummer und es endet immer damit, dass alle sehr, sehr herzlich lachen. Und schon 3x wurde ich gefragt, ob man mal ganz kurz meine Hasenmaske (die ich immer im Auto dabei habe) leihen dürfe, um damit auch mal eben ein bisskn Spökes zu machen.

So. Natürlich ist es total Banane mit ner Hasenmaske in ner Tanke rumzurennen. Aber wisst Ihr was?!
Es macht glücklich, weil die Freude darüber aus einer inneren Freiheit resultiert, die auch Andere ansteckt. Das Leben ist doch so schon oft hart, fies und traurig genug. Und ich glaube wirklich ganz, ganz fest daran, dass man sich einfach ab und an selbst etwas zu lachen geben muss, wenn man lachen will. 
Denn irgendwie isset doch so: So lange man noch lachen kann, kann datt Leben doch gar nicht sooooo schlimm sein, oder?! Und alles, was es dafür braucht, ist manchmal einfach nur ein bisskn Mut.


Und na klar, ganz vielleicht gucken mich ab und an auch ein paar Leute an und denken "Wie kann sie nur?!", aber das sind dann in meinen Augen halt einfach nur die Menschen ohne Humor. Die tun mir dann immer ein bisskn leid, denn mit Humor lebt es sich einfach deutlich schöner. Man darf sich selbst nur nicht immer so ernst nehmen...und die Anderen (Miesepeter) auch nicht.

So. Und jetzt gleich geht es mit Julius und Maik zum Food Lovers Market auf Zeche Zollverein. Mal gucken welchen Schabernack wir dort treiben werden...

Merke: Angst lernt man. Mut aber auch.

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